Ferdinand Schörner

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    deutscher Generalfeldmarschall; * 12. Juni 1892 in München, † 2. Juli 1973 in München

    Schörner diente nach dem Abitur als Einjährig-Freiwilliger beim königlich-bayerischen Leib-Infanterie-Regiment. Dann studierte er Neuphilologie an den Universitäten München, Lausanne und Grenoble.

    Schörner rückte am ersten Mobilmachungstag des Ersten Weltkriegs als Vizefeldwebel und Reserveoffizier-Anwärter mit dem Leib-Regiment ins Feld. Er erhielt 1917 für den Sturm auf den Kolovrat den höchsten deutschen Orden, Pour-le-Merité.

    Als Major übernahm er 1934 die Leitung einer Gruppe der 3. Abteilung des Generalstabs, Abteilung Fremde Heere. 1937 erschien er als Oberstleutnant des Gebirgsjäger-Regiments 98 in Mittenwald.

    1939 führte er sein Regiment als Oberst in den Polenfeldzug, stürmte Lernberg und verteidigte es anschließend gegen polnische Gegenangriffe. Als Generaloberst Dietl abstürzte, übernahm Schörner das XIX. Gebirgskorps. Bis 1943 hielt er - inzwischen Generalleutnant - die Murmanskfront. Im März 1944 wurde er zum Chef des Nationalsozialistischen Führungsstabs im Oberkommando des Heeres. Bereits nach zwei Wochen gab er das Kommando jedoch zurück. 1944 übernahm Schörner die Heeresgruppe Nord, später die Heeresgruppe Kurland. Am 17. Januar 1945 übernahm er die Heeresgruppe Mitte.

    Hitler hatte ihn in seinem Testament zum Oberbefehlshaber des Heeres ernannt. Ein Sonderbeauftragter des OKW (Oberkommando der Wehrmacht) entband Schörner ab 9. Mai 1945 von jeder Befehlsgewalt. Am 15. Mai stellte sich Schörner den Amerikanern. Sie lieferten ihn Ende Mai 1945 an die Sowjetunion aus. 1952 verurteilte ihn ein Moskauer Gericht zu 25-jähriger Haft in einem Erziehungslager. Er wurde jedoch 1955 vorzeitig entlassen.

    Schörner wurde 1957 in einem Verfahren wegen Totschlags zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. 1960 wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Am 2. Juli 1973 starb Schörner, der wegen der rücksichtslosen Opferung seiner Soldaten und vieler Erschießungen wegen Befehlsverweigerung als überharter Offizier galt.

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