Feigwarzen

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    Feigwarzen, auch bekannt als Genitalwarzen oder Condylomata acuminata, sind gutartige Hautwucherungen, die durch das humane Papillomavirus (HPV) verursacht werden. Sie treten vor allem im Genital- und Analbereich auf, können aber auch andere Schleimhäute wie den Mund- und Rachenraum befallen.

    Ursache und Übertragung

    Feigwarzen werden durch eine Infektion mit bestimmten Typen des humanen Papillomavirus (HPV) ausgelöst, insbesondere durch die HPV-Typen 6 und 11, die für etwa 90 % der Fälle verantwortlich sind. Diese Viren werden hauptsächlich durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt während des Geschlechtsverkehrs übertragen, einschließlich vaginalem, analem und oralem Sex. Auch eine indirekte Übertragung über kontaminierte Gegenstände ist möglich, jedoch seltener.

    Epidemiologie

    Die HPV-Infektion ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen weltweit. Etwa 80 % der sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit HPV. Feigwarzen treten jedoch nicht bei allen Infizierten auf; oft bleibt die Infektion symptomlos. Am häufigsten sind Feigwarzen bei jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 30 Jahren.

    Symptome und klinisches Bild

    Feigwarzen manifestieren sich als kleine, hautfarbene oder leicht rötliche Wucherungen, die in Gruppen auftreten können und eine warzige, manchmal auch blumenkohlartige Oberfläche aufweisen. Sie verursachen oft keine Beschwerden, können aber jucken, brennen oder bluten, insbesondere bei mechanischer Reizung. Die Warzen können klein bleiben oder sich ausbreiten und zu größeren Konglomeraten verschmelzen. Diagnostik

    Die Diagnose von Feigwarzen erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung. Charakteristische Läsionen im Genital- oder Analbereich sind meist leicht zu erkennen. Zur Bestätigung der Diagnose und zum Ausschluss anderer Ursachen können zusätzliche Tests wie eine Biopsie oder der Nachweis von HPV-DNA mittels PCR (Polymerase-Kettenreaktion) durchgeführt werden. Behandlung

    Es gibt verschiedene Behandlungsoptionen für Feigwarzen, die je nach Ausmaß und Lokalisation der Warzen sowie individuellen Faktoren ausgewählt werden. Zu den gängigen Therapieansätzen gehören:

    • Topische Medikamente: Salben und Cremes wie Imiquimod, Podophyllotoxin oder Trichloressigsäure, die direkt auf die Warzen aufgetragen werden.
    • Kryotherapie: Vereisung der Warzen mit flüssigem Stickstoff.
    • Elektrokauterisation: Entfernung der Warzen durch elektrischen Strom.
    • Lasertherapie: Abtragung der Warzen mit einem Laser.
    • Chirurgische Entfernung: Operative Entfernung der Warzen in örtlicher Betäubung.

    Prävention

    Die beste Prävention gegen Feigwarzen ist die Impfung gegen HPV. Der HPV-Impfstoff schützt vor den häufigsten HPV-Typen, die Feigwarzen und auch Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Die Impfung wird in vielen Ländern für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen, idealerweise vor dem Beginn der sexuellen Aktivität. Zusätzlich können Safer-Sex-Praktiken wie die Verwendung von Kondomen das Risiko einer HPV-Übertragung reduzieren, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz, da HPV auch durch Hautkontakt übertragen werden kann.

    Prognose

    Feigwarzen sind in der Regel gutartig und können auch ohne Behandlung spontan zurückgehen, allerdings besteht ein hohes Risiko für Rezidive. Eine frühzeitige und konsequente Behandlung kann die Symptome lindern und die Wahrscheinlichkeit einer Weiterverbreitung verringern. Da eine HPV-Infektion jedoch lebenslang im Körper verbleiben kann, ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle wichtig.

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