Für die Trading-Profis: Contract of Difference (CFD)

    Aus WISSEN-digital.de

    Wer darauf wartet, das Wertpapiere oder Aktien Rendite abwerfen, braucht einen langen Atem. Wie viel Rendite Sie am Ende letztlich tatsächlich abwerfen ist ungewiss, noch ist sicher ob man am Ende nicht mit einem Verlust dasteht. Immer mehr Anleger versuchen dem Wachstum ihres Ersparten mit dem Finanzinstrument CFD etwas auf die Sprünge zu helfen. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich?

    Copyright: youtube.de - DER AKTIONÄR TV

    CFDs sind keine Wertpapiere oder Aktien, sondern Differenzgeschäfte, die bei der Spekulation der Wertentwicklungen von Wertpapieren entstehen. So können mit geringer Einlage große und kleine Gewinne erzielt werde, gleichzeitig aber auch schnell verloren sein. Routine, Professionalität und das richtige Gespür für Kursentwicklungen und Finanzwirtschaft sind beim CFD-Trading wichtig.

    Die genaue Definition

    Genauer gesagt beschreiben CFDs einen Differenzkontrakt mit Hebelfunktion, die entsteht, wenn der Anleger mit den Kursdifferenzen beispielsweise eines Wertpapiers spekuliert. Er kann also mit seiner Einlage auf eine Kurssteigerung oder einem Kursrückgang des Wertpapiers oder der der jeweiligen Aktie spekulieren. Das bedeutet, dass selbst wenn er nur einen geringen Anlagebeitrag einsetzt, dank der des Hebels einen relativ großen Gewinn erzielen kann, da die Bank einen erheblichen Teil zur Investition (quasi per Kredit) beisteuert.

    Durch Short-Gehen ist es für den Anleger zudem selbst dann möglich Gewinne zu erzielen, wenn der Kurs einer Aktie sinkt. CDFs werden nicht an Börsen gehandelt, sondern auf direktem Wege zwischen Bank und Spekulanten außerbörslich. Der jeweilige Anleger steht quasi im direkten Kontrakt mit seinem Handelspartner, in diesem Fall der Bank.

    Gewinne und Verluste stehen sich frontal gegenüber

    Immer mehr Anleger entschließen sich für diese Art der Spekulation, um möglichst schnell Gewinne aus ihren Anlagen zu erzielen. Dementsprechend viele Plattformen des CFD-Tradings werden mittlerweile online angeboten. Die Verlockung, dass durch CFD-Trading sehr schnelle und teils auch sehr hohe Gewinne in kürzester Zeit erzielt werden können, ist groß. Aufgrund der immensen Risiken ist CFD-Handel jedoch nur etwas für denjenigen, der sich intensiv und wiederkehrend mit der Thematik beschäftigen möchte, keinesfalls jedoch für den Anleger geeginet, der sich einfach entspannt zurücklehnen will.

    Wer generell eine gewisse Risikobereitschaft in sich trägt, sieht diese Art und Weise schnell als spannende Alternative zu üblichen Geldanlageformen. Doch jeder Anleger sollte grundsätzlich wissen, dass genau so schnell wie das Geld gewonnen werden kann, auch verloren werden kann. Die Gewinn- und Verlustpotenziale des Basiswertes, also der jeweiligen Aktie oder des Wertpapiers, müssen grundsätzlich schon im Vorfeld mit einkalkuliert werden.

    Privatanleger sollten sich gründlich informieren

    Als privater Anleger sich unvermittelt und unvorbereitet in den offenen Kapitalmarkt zu stürzen, ohne sich reichlich Informationen über das Spekulieren mit Kursschwankungen einzelner Wertpapiere oder Aktien eingeholt zu haben, ist äußerst riskant. Kursschwankungen sind grundsätzlich nicht vorhersehbar und können innerhalb kürzester Zeit, manchmal sogar innerhalb von Minuten, den Wert einer Aktie extrem steigen, oder auch genauso gut sinken lassen.

    Wer mit CFD-Trading spekuliert um grundsätzlich immer nur Gewinne einfahren zu können, ist auf dem Holzweg. Bevor man erste Gewinne erzielt, muss man lernen und ein äußerst guter Beobachter sein. Veränderungen und Schwankungen auf dem Finanzmarkt, die wirtschaftliche Lage hier und weltweit spielen eine große Rolle. Wer ohne fundiertes Wissen als Privatanleger an diese Art der Spekulation herangeht, läuft Gefahr auf die Nase zu fallen und viel Geld zu verlieren. CFDs sind Produkte für absolute Profis, die sich über einen längeren Zeitraum mit der Materie auseinander gesetzt haben und auch ständig auf dem Laufendem bleiben wollen.

    Kalenderblatt - 24. Juli

    1923 Der Friede von Lausanne revidiert den Friedensvertrag von Sèvres (10. August 1920), durch den die Türkei fast alle europäischen Gebiete an Griechenland verloren hatte.
    1929 Japan hinterlegt als letzter Unterzeichnerstaat die Ratifikationsurkunde des Kellogg-Paktes. In ihm wird der Krieg als Mittel zum Lösen internationaler Streitfälle verurteilt und die friedliche Beilegung angestrebt.
    1939 Frankreich, England und Russland unterzeichnen einen Beistandspakt, der aber schon einen Monat später durch den Hitler-Stalin-Pakt jede Wirksamkeit verliert.