Erhard Milch

    Aus WISSEN-digital.de

    deutscher General; * 30. März 1892 in Wilhelmshaven, † 25. Januar 1972 in Wuppertal

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    Erhard Milch

    Milch, der im Ersten Weltkrieg Soldat bei der Fliegertruppe gewesen war, wurde am 30. Januar 1933 von Göring zu dessen Stellvertreter als Reichskommissar für die deutsche Luftfahrt ernannt; kurz darauf wurde Milch Staatssekretär. Seine jüdische Abstammung stellte hierfür kein Hindernis dar, weil Göring Milch protegierte. Als General der Flieger (seit 1935) und Generalinspekteur der Luftwaffe (seit 1938) hatte Milch eine Schlüsselposition beim Aufbau der Luftwaffe und bei deren Vorbereitungen auf den Kriegseinsatz inne.

    Milch übernahm nach dem Selbstmord Udets auch die Aufgaben des Generalluftzeugmeisters. Seine Vorstellungen, die deutschen Luftstreitkräfte auf die Reichsverteidigung gegen die immer mehr anwachsenden alliierten Bomberströme umzustellen, drangen bei Hitler und Göring nicht durch, im Gegenteil: Die katastrophalen Misserfolge der Luftwaffe 1943/44 wurden Milch zur Last gelegt.

    Bis Januar 1945 wurden ihm sämtliche Funktionen entzogen. Nach Kriegsende trat Milch im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher als Zeuge auf, besonders gegen Göring.

    Er selbst wurde im so genannten Milch-Prozess am 17. Juli 1947 zu lebenslanger Haft verurteilt, 1951 zu 15 Jahren begnadigt und 1954 freigelassen.

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