Entstörung

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    im weiteren Sinne die Beseitigung unerwünschter Beeinflussungen, im engeren Sinne die Bezeichnung für Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Beseitigung unerwünschter elektrischer Beeinflussungen bei elektrischen Geräten und Anlagen. Diese unerwünschten Beeinflussungen - Funkstörungen - entstehen durch hochfrequente elektromagnetische Wellen, die z.B. von Lichtbögen in Schaltern, Bürstenfeuern bei Kommutatormaschinen, Glimmzündern und Zündkerzen ausgehen können.

    Besonders anfällig sind mit geringer Leistung betriebene fernmeldetechnische Anlagen gegenüber Störungen energietechnischer Anlagen (Starkstromanlagen und auch Haushaltsgeräte). Entstörende Maßnahmen sind der Einsatz von elektrischen Filtern (Entstörfiltern) bzw. Funkentstörschaltungen und die Verwendung metallischer Hüllen zur Abschirmung der Störungsverursacher.

    Die Kraftfahrzeugentstörung zielt auf die Verhinderung oder Verringerung von Zünd- und Kontaktfunkenstörungen. Diese Störungen entstehen an der Zündanlage, an Lüfter- und Scheibenwischermotoren, an der Lichtmaschine und an anderen Motoren im Fahrzeug. Die Störungen wirken sich auf die Funktion der Rundfunkanlage im Fahrzeug und gegebenenfalls auf fremde Rundfunkanlagen aus. Die Gegenmaßnahmen werden folglich abhängig vom zu erwartenden Beeinflussungsbereich in Nahentstörung und Fernentstörung unterschieden.