Entspannungspolitik

    Aus WISSEN-digital.de

    internationale politische Bemühungen um einen Wandel des im Zuge des Kalten Kriegs angespannten Verhältnisses zwischen den westlichen und östlichen Machtblöcken. Durch Verträge (z.B. Atomteststoppabkommen 1963, Moskauer und Warschauer Vertrag 1970, KSZE Schlussakte 1975) und Abrüstungsmaßnahmen sollte die Sicherung des Friedens und ein Nebeneinanderleben (Koexistenz) von Staaten und Staatengruppen ermöglicht werden. Der NATO-Doppelbeschluss, mit dem die Weststaaten die UdSSR zu Zugeständnissen bei der Abrüstung zwingen wollten, und der sowjetische Einmarsch in Afghanistan führten 1979 zu einem vorläufigen Ende der Entspannung. Erst die Reformpolitik osteuropäischer Staaten in den ausgehenden 1980er Jahre beendete den Ost-West-Konflikt. Die KSZE nahm in diesem Prozess für die Neuordnung Europas eine entscheidende Rolle ein.

    Die Bundesrepublik Deutschland machte unter der Regierung Willy Brandts die Entspannung als "Neue Ostpolitik" zum Kernstück ihrer Reformpolitik.

    KALENDERBLATT - 17. August

    1876 Uraufführung der Oper "Götterdämmerung" von Richard Wagner.
    1908 Der Schuhmacher Wilhelm Voigt, bekannt als "Hauptmann von Köpenick", wird begnadigt und aus der Haft entlassen. Er hatte am 16.  Oktober in der Uniform eines preußischen Hauptmanns einen Trupp Soldaten von der Straße mitgenommen, war zum Rathaus der Stadt Köpenick bei Berlin marschiert, hatte den Bürgermeister verhaftet und die Stadtkasse mitgenommen.
    1920 Im "Wunder an der Weichsel" stoppt Polen den Vormarsch der Roten Armee.



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