Else Lasker-Schüler

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    deutsche Schriftstellerin und Zeichnerin; * 11. Februar 1869 in Wuppertal, Elberfeld, † 22. Januar 1945 in Jerusalem


    Die Tochter eines Bankiers heiratete in zweiter Ehe den Verleger Herwarth Walden und wurde zu einer treibenden Kraft des Expressionismus.

    In dem sonst ausschließlich von Männern geprägten Kreis wurde sie wegen ihrer exzentrischen Persönlichkeit zugleich verehrt und gefürchtet. Nach dem Scheitern ihrer zweiten Ehe und dem Tod des geliebten Sohnes emigrierte sie 1933 vor den Nationalsozialisten in die Schweiz und ging 1937 von dort nach Palästina. Im Alter von 76 Jahren starb sie verarmt in Jerusalem.

    Sie schrieb Gedichte, Dramen und Erzählungen. Ihre poetischen Bilder schöpfte Else Lasker-Schüler aus der orientalischen Märchenwelt und aus jüdischer Thematik. In immer neuen Verwandlungen ging ihre eigene Persönlichkeit als zentrales Thema in ihre Gedichte und Prosa ein. Sie unterhielt Freundschaften zu Franz Marc, Gottfried Benn u.a.

    Werke (Auswahl): "Styx" (Gedichte, 1902), "Der Siebente Tag" (Gedichte, 1905), "Die Wupper" (Drama, 1909), "Mein Herz" (Roman, 1912), "Mein blaues Klavier" (Gedichte, 1943).

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