Elisabethanisches Theater
Aus WISSEN-digital.de
nach seinem berühmtesten Dramatiker auch "Shakespeare-Theater" genannt. Unter der Regentschaft von Elisabeth I. von England brach für das Renaissancetheater Englands für die Zeit von etwa 1575 bis 1625 eine Blütezeit an. Theaterbegeistert, kulturliebend und diplomatisch gewandt, machte Elisabeth England zu einem kulturellen Zentrum Europas. In der Hauptstadt London, dem Zentrum der Theaterbegeisterung, wurde ein Theater nach dem anderen eröffnet, als wichtigste "The Theatre" (1576), "The Rose" (1588), "The Swan" (1595) und "The Globe" (1599). Typisch für diese Theaterbauten ist die Bühne, die als so genannte Shakespeare-Bühne in die Theatergeschichte eingegangen ist: eine von drei Seiten offene, nur in der Hinterfront geschlossene Bühne, die viel Publikumsnähe zuließ.
Der Charakter des elisabethanischen Theatersystems war bereits ausgesprochen kommerziell. Die Schauspieler der Truppen brachten als Gesellschafter Kapital ein und wurden am Gewinn beteiligt. Der Bedarf an neuen Theaterstücken war immens - rund alle zwei Wochen kamen an den Theatern neue Stücke zur Uraufführung. Gespielt wurden Tragödien wie Komödien gleichermaßen - angezeigt jeweils durch eine weiße (Komödie) bzw. schwarze (Tragödie) Fahne auf dem Dach des Theatergebäudes. Beliebt waren vor allem Historienstücke, erotische Verwechslungskomödien und Dramen mit metaphysischen Geisterscheinungen.
So verstehen sich auch William Shakespeares Dramen durchaus im Geschmack der Zeit, sei es das Historienstück "Heinrich VIII", seien es Rachedramen wie "Hamlet" oder "König Lear". Shakespeare orientierte sich durchaus am Publikumsgeschmack, und er hatte die Antike, Plautus, Seneca und Terenz, studiert. In den humanistischen Schulen wurden die römischen Komödiendichter studiert und ebenso wie die Charaktere und Figurenkonstellationen der Commedia dell'arte von der elisabethanischen Komödie nachgeahmt.
Kalenderblatt - 11. September
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| 1894 | Anlässlich der Einweihung des Palazzo Publico wird die Nationalhymne San Marinos zum ersten Mal zur Aufführung gebracht. |
| 1901 | In der Bucht von Danzig treffen sich Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. bei einer Flottenparade zu einer politischen Aussprache. |
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