Dystrophie (Medizin)

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch-lateinisch)

    Fehlernährung, Unterernährung; ungenügender Ernährungszustand einzelner Organe, meist für Unterernährung des gesamten Organismus gebraucht.

    Schwere Zurückbildung aller Organe mit erheblicher Gewichtsabnahme oder Hungerödemen bei Unterernährung oder während schwerer zehrender Krankheiten, insbesondere bei unstillbarem Durchfall.

    Spezialbegriff aus der Kinderheilkunde, der prinzipiell das gleiche besagt. Die Dystrophie ist besonders gefürchtet als Endzustand von Ernährungsstörungen des Säuglings. Bei ungenügendem Nahrungsangebot, wie bei Stillschwierigkeiten oder Appetitstörungen des Säuglings kann eine Dystrophie auch allmählich entstehen. Die typischen Zeichen der Dystrophie sind beim Säugling noch stärker ausgeprägt als beim Erwachsenen: schlaffe, faltige, ausgetrocknete Haut, fehlende Gewichtszunahme oder sogar -abnahme, Appetitlosigkeit, allgemeine Schwäche und oft auch unstillbarer Durchfall.

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