Druckertinte ist teurer als Blut

    Aus WISSEN-digital.de

    Viele Computerbesitzer sind überrascht, wenn sie sich im Handel auf die Suche nach einem neuen Tintenstrahldrucker begeben. Grund sind die niedrigen Preise: Nie zuvor waren Drucker so günstig. Geräte, die mit hoher Geschwindigkeit drucken und beste Fotoqualität versprechen, sind oftmals schon für deutlich weniger als einhundert Euro erhältlich. Da müssen Interessenten meist nicht lange überlegen, die Kaufentscheidung ist schnell getroffen.

    Teurer wird es erst später, nämlich wenn die ersten Druckerpatronen leer sind und deshalb ersetzt werden müssen. Dann stellen Druckerbesitzer oft mit Schrecken fest, dass die Hersteller für ihre Originalpatronen unglaublich hohe Preise fordern. Im Jahr 2010 kostete der Liter Blut, wie es von Krankenhäusern gekauft wird, in den USA mehr als 1.500 US-Dollar. Dies mag zunächst kostspielig klingen, doch im Vergleich zu Druckertinte ist das noch vertretbar. Denn im Schnitt kostet der Liter Tinte über 2.700 US-Dollar.

    Zunächst scheint dies kaum vorstellbar zu sein. In Anbetracht der durchschnittlichen Größe einer Druckerpatrone sollte man meinen, dass sich darin viel Tinte befindet. Dies ist jedoch nicht der Fall, etliche Originalpatronen kosten zwischen 35 und 50 Euro, enthalten aber nur ca. 10 bis 15 ml an Tinte. So kommen die hohen Preise pro Liter zustande.

    Hohe Tintenpreise clever umgehen

    Allerdings ist kein Druckerbesitzer dazu verpflichtet, sich für den Kauf von Originalpatronen zu entscheiden. Die Hersteller der Drucker sind nicht die einzigen Anbieter. Andere Unternehmen verkaufen ihre Druckertinte zu deutlich attraktiveren Preisen, wodurch eine schöne Ersparnis lockt.

    Druckerpatronen selbst auffüllen

    Wer eine besonders preiswerte Lösung sucht, füllt seine leeren Druckerpatronen selbst nach. Entsprechende Lösungen sind vor allem aus der TV Werbung bekannt. Die Grundidee ist simpel: Es wird günstige Tinte in großer Menge gekauft, um diese mithilfe einer Spritze selbst in leere Patronen einzufüllen.

    Für solch eine Lösung spricht in erster Linie der Preis. Andererseits gestaltet sich das Nachfüllen nicht immer leicht. Außerdem ist der Aspekt der Tintenqualität nicht außer Acht zu lassen. Einige Anbieter verkaufen Billigtinte, was den späteren Ausdrucken anzusehen ist.

    Wiederbefüllte Patronen kaufen

    Die komfortablere Lösung besteht darin, sich für den Kauf wieder befüllter Originalpatronen oder nachgemachte Patronen zu entscheiden. Zwar mögen die wieder befüllten Patronen gebraucht sein, jedoch ergibt sich hieraus ein deutlicher Preisvorteil. Der Anbieter muss die Patronen nicht fertigen und zudem kann er preiswerte aber dennoch hochwertige Druckertinte verwenden.

    Dass die Patronen schon einmal benutzt wurden, wirkt sich auf das Druckergebnis im Regelfall nicht aus. Bei den meisten Druckern befindet sich der Druckkopf nicht mehr an der Patrone, sondern an einer separaten Einheit. Somit ist die Patrone nichts anderes als ein Behälter für die Tinte.

    Bei Nachfüllpatronen auf die Qualität achten

    Die Auswahl an Nachfüllpatronen ist mittlerweile groß, ebenso wie die Preisunterschiede. Druckerbesitzer sollten daher Angebote vergleichen, um zu sparen. Der Online-Anbieter "HQ Patronen" weist z.B. explizit auf ein Sparpotential von über 80% pro ml hin. Am besten man kauft zuerst nur eine Patrone und testet sie, den Tinte ist nicht gleich Tinte. Es gibt erhebliche Unterschiede, insbesondere bei der Farbintensität und dem Glanz. Selbst wenn vorrangig Text gedruckt wird, ist der Qualitätsaspekt nicht außer Acht zu lassen. Hochwertige Tinten bleichen nicht aus und versprechen damit ein dauerhaft gutes Druckergebnis.

    KALENDERBLATT - 16. August

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