Dominikanische Republik

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    Geografie

    Die Dominikanische Republik (spanisch República Dominicana) liegt auf den Großen Antillen im Bereich der Westindischen Inseln (auch: Karibische Inseln), einem Inselbogen, der sich von Florida bis vor die Küste Südamerikas zieht. Mit einer Fläche von 48 700 km² ist das Land etwas größer als die Schweiz. Die Republik teilt sich die Insel Hispaniola mit Haiti, dem kleineren Nachbarn im Westen. Ansonsten ist das Land im Norden vom Atlantischen, im Süden vom Karibischen Ozean umgeben.

    Zwischen dem äußersten Ostzipfel und dem gegenüberliegenden Puerto Rico befindet sich die Mona-Passage (Canal de la Mona). Die von Nordwesten nach Südosten verlaufenden Gebirgszüge und Täler der Kordilleren prägen das gebirgige Land, dem im Süden eine Küstenebene vorgelagert ist. Höchster Berg des Landes - und gleichzeitig der Karibik - ist der Pico Duarte mit 3 175 m Höhe. Er steht im Zentrum der Dominikanischen Republik in der Cordillera Central, die in Haiti in das Massif du Nord übergeht. Zahlreiche Flüsse durchströmen das Land, u.a. im Osten der Rio Yuna und im Norden der Rio Yaque del Norte. Größter natürlicher See ist der Lago de Enriquillo nahe der haitianischen Grenze.

    Klima

    In der Dominikanischen Republik herrscht tropisches Klima, das unter dem Einfluss des Passats steht. Dieser ständig wehende Wind bewegt die Luftmassen vom subtropischen Hochdruckgürtel in Richtung auf die äquatoriale Tiefdruckrinne und bewirkt den Wechsel von Trockenzeit im Winter und Regenzeit im Sommer. Die Temperaturen sind im Jahresmittel nur wenig unterschiedlich. In der Hauptstadt Santo Domingo betragen sie im Januar 24 °C, im Juli 27,5 °C. Im Gegensatz zu den Temperaturen fallen die Niederschläge sowohl jahreszeitlich als auch regional sehr unterschiedlich aus. Auf den Gebirgszügen fallen bis zu 2 500 mm jährlich, während die Längssenken nur die Hälfte, in Ausnahmen noch weniger erreichen.

    Flora und Fauna

    Fruchtbare Böden (mit Ausnahme der Regionen im äußersten Südwesten) haben eine reichhaltige Pflanzenwelt entstehen lassen. Die Berghänge sind zumeist mit Kiefern und Harthölzern bewaldet, wobei in den niedrigeren Lagen große Bereiche abgeholzt und zu Kulturland umgewandelt worden sind. Die trockeneren Gebieten sind mit Sträuchern und verkrüppelten Bäumen (Dornbuschsteppe) bewachsen. Palmen sind im ganzen Land verbreitet. Die Gebirge im Nordosten werden von immergrünem Regenwald bedeckt, im Nordosten finden sich im Küstenbereich Mangroven.

    Größere Säugetiere sind nur selten in freier Wildbahn anzutreffen. An den Mündungen des Yaque und im See Enriquillo leben Alligatoren. Im Gegensatz zu den Säugetieren weist die Vogelpopulation eine große Bandbreite auf. Fische und Schalentiere leben in den Küstengewässern rund um die Insel. An der Nordküste sind im Winter Buckelwale zu beobachten. Rundschwanzseekühe sind ebenfalls an den Küsten heimisch. Die bis zu 4,5 m langen Tiere sind jedoch vom Aussterben bedroht, ebenso wie die rattenähnlichen Schlitzrüssler, einer nur in Mittelamerika vorkommenden Säugetierart, die mit ihrer rüsselartigen Nase auf die Insektenjagd spezialisiert sind.

    Bevölkerung

    Rund 8,75 Millionen Menschen leben in der Dominikanischen Republik; davon sind 73 % Mulatten, 11 % Schwarze und 16 % Weiße. Größte Stadt ist Santo Domingo mit rund 2,73 Millionen Einwohnern (Agglomeration). Weitere große Städte sind Santiago de los Caballeros, San Pedro de Macorís und Barahona. Auf Grund ihrer langen Kolonialgeschichte ist die Dominikanische Republik kulturell spanisch geprägt. Entsprechend ist die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung (95 %) römisch-katholisch. In den nördlichen Regionen leben kleine indianische Gruppen. Umgangs- und Amtssprache ist Spanisch, an der Westgrenze zu Haiti ist das französischstämmige Kreolisch verbreitet.

    Die durchschnittliche Lebenserwartung in dem Inselreich beträgt 67,3 Jahre, die Alphabetisierungsquote 85 %. Die Bevölkerung wächst jedes Jahr um 1,29 %.

    Politisches System

    Die Dominikanische Republik ist eine Präsidialdemokratie. Oberster Inhaber der Exekutive und damit Regierungschef ist der für vier Jahre in direkter Wahl vom Volk gewählte Präsident (keine Wiederwahl möglich; seit 2004 Leonel Fernández Reyna). Das Zweikammerparlament besteht aus dem Senat mit 32 Mitgliedern und einer Abgeordnetenkammer mit 150 Mitgliedern. Die Legislaturperiode der Mitglieder beider Kammern beträgt jeweils vier Jahre.

    Wichtigste Parteien sind die Christlichsoziale Reformpartei (Partido Reformista Social Cristiano, PRSC), die Revolutionäre Dominikanische Partei (Partido Revolucionario Dominicano, PRD) und die Dominikanische Befreiungspartei (Partido de la Liberación Dominicana, PLD).

    Die Republik ist in 31 Provinzen und einen Hauptstadtdistrikt aufgeteilt.

    Wirtschaft

    Der Handel der Republik ist traditionell sehr stark auf die USA ausgerichtet. Die Vereinigten Staaten gewähren gleichzeitig Wirtschaftshilfen in großem Umfang und üben dadurch einen starken politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf die Dominikanische Republik aus. Ein Gegengewicht dazu bildet die seit einigen Jahren zunehmende Hinwendung zu den karibischen Nachbarstaaten. Dies zeigte sich 1998 in einem Freihandelsabkommen mit der CARICOM, die einen Zusammenschluss von vierzehn fünfzehn karibischen Staaten zu einem gemeinsamen Markt darstellt. Durch die hohen Touristenzahlen aus Europa ist als dritter wirtschaftlicher Pfeiler die EU von zunehmender Bedeutung für den Staat, was sich insbesondere in entwicklungspolitischen Projekten der Europäischen Union ausdrückt.

    Der Regierung ist es gelungen, die wirtschaftliche Lage des Landes zu stabilisieren. Sehr hohe Wachstumsraten lassen die Dominikanische Republik den ersten Platz unter den lateinamerikanischen Staaten einnehmen. Eine relativ niedrige Inflationsrate, ein Rückgang der Auslandsverschuldung und zunehmende Privatisierungen sind Zeichen für eine wirtschaftliche Genesung.

    Der Tourismus, Transferzahlungen von im Ausland arbeitenden Staatsangehörigen und Gewinne aus Freihandelszonen sind die wichtigsten Einnahmequellen des Staates. Insbesondere die Telekommunikation, Serviceleistungen und der Bausektor zeigen positive Tendenzen, wohingegen der Bergbau und die Landwirtschaft in ihrer Bedeutung abnehmen. Dementsprechend stellen die Dienstleistungen einen Anteil von 58 % des Bruttoinlandsprodukts, die Industrie 31 % und die Landwirtschaft 11 %.

    Wichtigste Importgüter sind Rohöl und Erdölprodukte, Industriegüter, Maschinen, Fahrzeuge und Nahrungsmittel, wichtigste Exportgüter sind Nickel, Zucker und Melasse sowie Kaffee und Kakao. Auch Gold und Silber werden ausgeführt. Knapp die Hälfte der Exporte gehen in die USA, es folgen Kanada und Haiti. Aus den USA stammt auch die Hälfte des Imports der Dominikanischen Republik. Die Exporte in die EU haben sich in der zurückliegenden Dekade verdoppelt, die Importe verdreifacht. Insbesondere die Investitionen im Tourismusbereich werden fast ausschließlich aus Mitteln von EU-Ländern bestritten.

    Die Landwirtschaft nutzt über zwei Drittel der Gesamtfläche des Staates, wobei die Hälfte der Anbauflächen in der Hand weniger Grundbesitzer oder in Staatsbesitz ist. Die wichtigsten Häfen sind an der Südküste Santo Domingo, Río Haina und La Romana, an der Nordküste Puerto Plata. Es gibt mehrere kleinere und auch internationale Flughäfen im Land. Die wichtigsten sind: Santo Domingo, Puerto Plata und Punta Cana.

    Die Währung ist der dominikanische Peso.

    Dominikanische Republik

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    República Dominicana
    Amtssprache Spanisch
    Hauptstadt Santo Domingo
    Staatsform Präsidialdemokratie
    Fläche 48.700 km²
    Einwohner 8.750.000
    Währung Dominikanischer Peso
    Zeitzone UTC -4
    KFZ-Kennzeichen DOM
    Internet-TLD .do
    Telefonvorwahl 001

    KALENDERBLATT - 5. Oktober

    1582 Einführung des Gregorianischen Kalenders.
    1762 Uraufführung der deutschen Oper "Orpheus und Euridice" von Christoph Willibald Gluck in Wien.
    1789 Der Zug der Marktfrauen nach Versailles zwingt den französischen König zum Umzug in die Hauptstadt.



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