Dollardiplomatie

    Aus WISSEN-digital.de

    Schlagwort zur Kennzeichnung der von den USA geprägten Sonderform des Imperialismus, insbesondere der Unterstützung des Auslandes durch amerikanische Geldgeber mit Vermittlung des Staatssekretariats, also der Zusammenarbeit zwischen dem großen Kapital und der offiziellen Regierungspolitik. Erstmals angewendet unter den Präsidenten Theodore Roosevelt (1901-1909) und Taft (1909-1915), um "Kugeln durch Dollars zu ersetzen". Hauptobjekte der Dollardiplomatie bis zum 1. Weltkrieg waren die mittelamerikanischen Republiken und China ("Politik der offenen Tür" für amerikanisches Kapital). Hauptmittel sind Anleihen, Investitionen, auch direkte finanzielle Unterstützung amerikafreundlicher Regierungen oder der innenpolitischen Gegner amerikafeindlicher Regierungen, gegebenenfalls Schutz des amerikanischen Kapitals durch Einsatz von Streitkräften, besonders der Marine.

    Seit dem 2. Weltkrieg wurde in der Propaganda der Gegner der USA die amerikanische Politik insgesamt als Dollardiplomatie bezeichnet.

    KALENDERBLATT - 27. September

    1822 Jean-François Champollion legt das Ergebnis seiner Untersuchung des "Steins von Rosette" dar: Die ägyptischen Hieroglyphen sind keine Symbol- oder Bilderschrift, sondern eine phonetische Schrift.
    1825 Die erste Dampfeisenbahn befährt in England die Strecke zwischen Darlington und Stockton.
    1933 Der Königsberger Wehrkreispfarrer und Kirchenbeauftragte Hitlers, Ludwig Müller, wird zum evangelischen Reichsbischof gewählt. Damit wird auch die evangelische Kirche in Deutschland "gleichgeschaltet".



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