Die Entführung aus dem Serail

    Aus WISSEN-digital.de

    Singspiel in drei Aufzügen von W.A. Mozart. Das Libretto in deutscher Sprache stammt von Christoph Friedrich Bretzner ("Bellmont und Constanze"), frei bearbeitet von Johann Gottlieb Stephanie dem Jüngeren. Auftraggeber war der österreichische Kaiser Joseph II., der die Vorherrschaft der italienischen Oper in Wien durch ein "deutsches Singspiel" brechen wollte.

    Die Uraufführung des Singspiels fand am 16. Juli 1782 im Burgtheater in Wien unter der Leitung von Mozart statt.

    Die wichtigsten Personen

    Bassa Selim, ein türkischer Herrscher spanischer Abstammung (Sprechrolle)

    Konstanze, eine junge adlige Spanierin (Sopran)

    Belmonte, Konstanzes Verlobter (Tenor)

    Blonde, Konstanzes Zofe (Sopran)

    Pedrillo, Diener des Belmonte (Tenor)

    Osmin, Haremswächter (Bass)

    Handlung

    Die Handlung spielt um 1600 auf einem Landgut des Bassa in der Türkei. Der junge spanische Adlige Belmonte will seine Verlobte Konstanze befreien, die sich zusammen mit ihrer Zofe Blonde und Belmontes Diener Pedrillo in der Türkei in der Gewalt des mächtigen Bassa Selim befindet. Der Bassa ist in Konstanze verliebt; diese jedoch bleibt Belmonte treu. Bei einem Fluchtversuch werden die vier Europäer entdeckt und müssen für ihren Verrat mit der Todesstrafe rechnen. Konstanze will sich für Belmonte opfern, der Bassa Selim jedoch fällt ein überraschendes Urteil: Er will nicht Unrecht mit Unrecht vergelten und entlässt alle vier in die Freiheit.

    Zum Werk

    Mit auserlesener Melodienerfindung und lebendigem, natürlichem Ausdruck gestaltete Mozart musikalisch die Gefühle und Stimmungen sowohl in den lyrischen als auch in den komischen Partien. Eines der bekanntesten Stücke der Partitur ist die "Martern"-Arie der Konstanze. Das Singspiel war Mozarts Durchbruch als Komponist und lebenslang sein größter Erfolg; es gab der Entwicklung der deutschen Oper wichtige Impulse.

    KALENDERBLATT - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).



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