Deutsche Kolonien

    Aus WISSEN-digital.de

    zunächst durch private Initiative (z.B. Lüderitz) erworben; Träger der Kolonialbewegung: Handelsgesellschaften und (politisch-propagandistisch) "Deutsche Kolonialgesellschaft" und "Deutscher Kolonialverein", erst später Initiative des Reichs durch Übernahme der Schutzherrschaft, Pachtverträge, Kauf oder Kompensationsforderung; Ausbau zu Tauschmärkten, Handels- und Machtstützpunkten, Erschließung als Rohstoffquellen und Siedlungsräume. Bis zum Ersten Weltkrieg finanziell Zuschussunternehmen. Heftige innenpolitische Kämpfe zwischen "Kolonialschwärmern" und Kolonialgegnern; Kolonialskandale (Peters); Eingeborenenaufstände (Hereros).

    1884 Deutsch-Südwestafrika (Lüderitz), Kamerun und Togo (Nachtigal), Kaiser-Wilhelm-Land, Neuguinea. 1885 Deutsch-Ostafrika (Peters), Marschallinseln, 1898 Kiautschou (auf 99 Jahre gepachtet). 1899 Karolinen, Marianen, Palauinseln, (westliche) Samoainseln; 1911 Neukamerun. Im Ersten Weltkrieg Verlust aller Kolonien; der Versailler Vertrag sprach Deutschland die Fähigkeit ab, Kolonien zu verwalten; die deutschen Schutzgebiete wurden als Mandate England, den britischen Dominions, Frankreich, Japan und Belgien zugeteilt. Die in Locarno gemachten Zusicherungen auf teilweise Rückgabe blieben unerfüllt.

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    1899 Spanien verkauft die Karolinen-, Palos- und Marianeninseln für 25 Millionen Pesetas an das Deutsche Reich.
    1934 Adolf Hitler verhindert den angeblichen Röhmputsch, indem er unter anderem den SA-Chef Ernst Röhm verhaften und liquidieren lässt.
    1946 Auf Antrag der Sowjetunion wird die Grenze zwischen der sowjetischen und der britischen sowie amerikanischen Besatzungszone geschlossen, nachdem nach und nach zahlreiche Personen aus der sowjetischen Zone geflüchtet sind.



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