Der neue Bosporus Kanal

    Aus WISSEN-digital.de

    Weltweit hat der Seehandel inzwischen eine enorme Bedeutung gewonnen, globale Handelsbeziehungen sind ohne den Transport von Rohstoffen und Gütern durch riesige Container- und Tankerschiffe undenkbar.

    Gleichzeitig erwachsen daraus auch Probleme, da immer mehr Schiffe die Weltmeere befahren und so bestimmte Seerouten zu regelrechten Nadelöhren werden.

    Eines davon ist der Bosporus in der Türkei, der Istanbul in einen europäischen und einen asiatischen Teil trennt und die einzige Verbindung zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer darstellt. Täglich durchfahren diesen natürlichen Kanal mehr als 15 große Tanker- und Containerschiffe, jedes Jahr also etwa 5.500. Die Durchfahrt erfordert höchste Konzentration, da der Bosporus bei einer Länge von rund 30 Kilometern sehr kurvenreich ist und zudem neben den großen Transportschiffen auch private Boote und Fähren den Bosporus nutzen.

    Kleinere und mittelschwere Unfälle, meistens Kollisionen, sind daher an der Tagesordnung. Der letzte größere Unfall liegt dagegen schon 17 Jahre zurück, damals kollidierten zwei Tanker und Tausende Tonnen brennenden Rohöls blockierten tagelang die Durchfahrt. Um die Gefahr ähnlicher Unfälle zu vermeiden, plant die Regierung von Premierminister Erdogan einen künstlichen Kanal, der den Bosporus entlasten soll.

    Dieses gigantische Bauvorhaben sieht eine Wasserrinne von 50 Kilometer Länge und 150 Meter Breite vor und würde damit selbst die bisher größten künstlichen Kanäle der Welt, den Suez- und Panama-Kanal, in den Schatten stellen. Nach den gewonnenen Parlamentswahlen vom 12. Juni 2011 soll nun bald die erste Planungsphase beginnen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2023 geplant, pünktlich zum 100. Geburtstag der Türkei.

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