Der Barbier von Sevilla

    Aus WISSEN-digital.de

    Originaltitel: Il barbiere di Siviglia;

    Opera buffa in zwei Akten von Gioacchino Rossini. Das italienische Libretto stammt von Cesare Sterbini. Als Vorlage diente die Komödie "Le Barbier de Séville ou La Précaution inutile" ("Der Barbier von Sevilla oder Die unnütze Vorsicht") von P.A.C. de Beaumarchais.

    Die Uraufführung fand am 20. Februar 1816 im Teatro Argentina in Rom statt, die deutsche Erstaufführung am 1. Januar 1819 in München.

    Weitere Vertonungen des Librettos stammen von Friedrich Ludwig Benda (1776), Giovanni Paisiello (1782), Johann Peter Schulz (1786) und Niccolò Isouard (1797).

    Die wichtigsten Personen

    Il Conte d'Almaviva, Graf Almaviva,(Tenor)

    Bartolo, Doktor der Medizin (Bass)

    Rosina, Sein Mündel (Sopran)

    Figaro, Barbier (Bariton)

    Basilio, Musikmeister (Bariton)

    Fiorello, Diener des Grafen(Tenor)

    Handlung

    Die Oper spielt in Sevilla im 18. Jahrhundert.

    Bartolo will wegen deren Erbschaft sein Mündel Rosina heiraten. Diese ist jedoch in den Grafen Almaviva verliebt, der sich für den mittellosen Lindoro ausgibt. Mit Hilfe von Figaro, dem Barbier Bartolos, der ein Freund von Almaviva ist, können sich die beiden treffen. Bartolo schöpft Verdacht und überzeugt Rosina davon, dass Lindoro lediglich ein Liebeshelfer Almavivas ist. Rosina willigt in ihrer Enttäuschung über Lindoro in die Heirat mit Bartolo ein und erzählt ihm, dass Lindoro und Figaro sie entführen wollen. Bartolo lässt einen Notar zur Eheschließung rufen und macht sich auf den Weg, Wachen zur Festnahme der Entführer zu holen. Als Lindoro und Figaro bei Rosina eindringen, weist diese Lindoro ab. Daraufhin gibt sich Lindoro als Graf Almaviva zu erkennen. Die beiden lassen sich durch den eingetroffenen Notar trauen. Als Bartolo mit den Wachen eintrifft, sind die beiden bereits vermählt. Jedoch verzichtet Almaviva auf die Mitgift Rosinas, sodass auch Bartolo Grund zur Zufriedenheit hat.

    Zum Werk

    Bei der Premiere noch ausgepfiffen, entwickelte sich die Oper von der darauf folgenden Aufführung an zum größten Opernerfolg Rossinis und zu einem der meist gespielten Bühnenwerke des 19. Jh.s, obwohl Rossini aus Zeitmangel auf eigene ältere Kompositionen zurückgegriffen hatte (Entstehungszeit: 1815-1816, angeblich in 26 Tagen). Schwungvolle Melodien, eine bühnenwirksame Geschichte und Rossinis musikalischer Witz charakterisieren dieses musikalische Lustspiel um Rosina und ihre beiden Verehrer Graf Almaviva und Doktor Bartolo.

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