Christian Karl Josias von Bunsen

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    deutscher Gelehrter; * 25. August 1791 in Korbach im Fürstentum Waldeck, † 28. November 1860 in Bonn

    studierte an der Universität Marburg Theologie und Philologie; begab sich 1813 nach Holland und Dänemark, um seine Kenntnisse der germanischen Sprache zu erweitern. Als Reisebegleiter eines Amerikaners 1816 in Paris betrieb er persische und arabische Sprachstudien und begann auch mit Sanskrit. 1824 wurde Bunsen in Rom zum Geschäftsträger und drei Jahre später zum Ministerresidenten Preußens ernannt. Sein Zusammenwirken mit Niebuhr war für ihn eine Zeit fruchtbarer wissenschaftlicher Tätigkeit, die sich besonders auf die Philosophie der Sprache und der Religion sowie auf kirchengeschichtliche und liturgische Forschungen erstreckte.

    Nachdem er kurze Zeit den Gesandtenposten in Bern inne gehabt hatte, wurde er 1841 zum Gesandten in London ernannt. Infolge seiner Neigung zu einem Bündnis mit den Westmächten und einer Abkehr von Russland beim Ausbruch der orientalischen Krise wurde er 1854 abberufen. Er zog sich nach Heidelberg zurück. Von Bedeutung ist sein groß angelegtes Bibelwerk für die Gemeinde. 1857 erhob ihn Friedrich Wilhelm IV. in den Freiherrnstand und ernannte ihn zum Herrenhausmitglied.


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