Charles Maurice de Benevent Talleyrand-Périgord

    Aus WISSEN-digital.de

    Charles-Maurice de Périgord Talleyrand; Porträt

    französischer Politiker; * 2. Februar 1754 in Paris, † 17. Mai 1838 in Paris

    Talleyrand schlug zunächst die geistliche Laufbahn ein. Beim Ausbruch der Französischen Revolution unterstützte er die Forderungen des Dritten Standes und war maßgeblich am Zustandekommen der "Zivilkonstitution für den Klerus" beteiligt. Als er auf diese den Treueeid leistete und sogar so weit ging, selber die Enteignung der Kirche zu beantragen, belegte ihn der Papst mit dem Bann.

    Seiner kirchlichen Würden und Ämter entledigt, begann Talleyrand die diplomatische Laufbahn. 1792 wurde er als Botschafter nach London geschickt, aber nach kurzer Tätigkeit, geheimer Verbindungen mit Ludwig XVI. verdächtigt, zurückberufen. Er emigrierte daraufhin in die USA. Erst 1796, als ihn Barras protegierte, kehrte er nach Frankreich zurück. Ein Jahr später war er Außenminister der Republik und blieb es bis 1799. Früh genug schlug er sich auf die Seite Napoleons, unterstützte den Staatsstreich vom 9. November 1799 und wurde wieder Außenminister. Auch von Napoleon löste er sich im rechten Augenblick; 1807 legte er sein Amt nieder und wurde, zusammen mit Fouche, Mittelpunkt der geheimen Opposition gegen den Kaiser, nach dessen Sturz er abermals, diesmal von Ludwig XVIII., zum Außenminister ernannt wurde. Nach den Hundert Tagen bildete er eine neue Regierung. Der Machtkampf zwischen ihm und Fouche endete mit der Entlassung beider Konkurrenten (1815). Durch die Julirevolution 1830 erlangte Talleyrand wieder politische Bedeutung. Von 1830 bis 1834 hatte er den wichtigen Botschafterposten in London inne.

    Zitat
    Datei:Z177 talleyrand.mp3


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