Carl von Linné

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    schwedischer Naturforscher; * 23. Mai 1707 in Rashult, Småland, † 10. Januar 1778 in Uppsala; lateinisch: Linnaeus;


    Naturforscher und Schöpfer der klassizifierenden Biologie. Erster Präsident der schwedischen Akademie der Wissenschaften (Stockholm). Der passionierte Pflanzenforscher studierte zunächst Medizin in Schweden und Holland, unternahm zahlreiche Studienreisen (z.B. Lappland, Niederlande und Großbritannien), war Arzt an der Universität Uppsala und hatte dann einen Lehrstuhl für Botanik inne. 1739 wurde er Präsident der Stockholmer Akademie der Wissenschaften.

    Linné fasste alle damals bekannten Tiere und Pflanzen in einer künstlichen Systematik zusammen und gab ihnen die noch heute gebräuchliche wissenschaftliche Benennung. Er schrieb dazu 1735 die "Systema naturae", eine bahnbrechende Arbeit, die Ordnung in die bis dahin unübersehbare Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt brachte, indem er die Diagnose anwandte, die einzelne Pflanzenteile in einer bestimmten Reihenfolge aufsucht und kennzeichnet. Bisher war man in der Biologie mehr beschreibend vorgegangen - Linnés System machte es erstmals möglich, sämtliche, auch noch unbekannte Pflanzen nach Zahl und Anordnung der Staubgefäße und Stempel genau zu bestimmen (Unterscheidung nach den Geschlechtsorganen der Pflanzen). Danach unterteilte Linné die Flora und Fauna in Arten, Gattungen und Familien, ein Ordnungsschema, in das sich jedes Lebewesen einordnen ließ, indem man es an erster Stelle durch den lateinischen Gattungsnamen und an zweiter Stelle durch den Artnamen bezeichnete (binäre Nomenklatur, z.B. Viola canina für das Hundsveilchen).

    Linné erkannte die geschlechtliche Fortpflanzung der Pflanzen, hielt aber die Arten für unveränderlich.

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