Carl Severing

    Aus WISSEN-digital.de

    deutscher Politiker; * 1. Juni 1875 in Herford, † 23. Juli 1952 in Bielefeld

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    Der gelernte Schlosser wurde als Vertreter der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1907 in den Reichstag gewählt. Der zum rechten Flügel gehörende Sozialdemokrat schlug als Reichs- und Staatskommissar 1919 den Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet nieder und verfolgte als preußischer Innenminister (1920-26 und 1930-32) und als Reichsinnenminister (1928-30) vor allem kommunistische und sozialistische Gruppen. Den zunehmenden Rechtsradikalismus konnte Severing allerdings nicht eindämmen, auch wenn er 1923 über Hitler ein Redeverbot verhängte. Auf die gewaltsame Absetzung der preußischen Regierung Braun 1932 reagierte Severing mit einer Klage vor dem Staatsgerichtshof, er verweigerte aber den Einsatz seines großzügig aufgebauten Polizeiapparates gegen die verfassungswidrige Maßnahme. 1933, zeitweise inhaftiert, zog sich Severing aus dem politischen Leben zurück. 1950 erschienen seine Memoiren unter dem Titel "Mein Lebensweg".


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