Brüten (Biologie)

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    Brüten ist hauptsächlich eine Bezeichnung für die gleichmäßige Erwärmung von Eiern (das Bebrüten) durch die eigene Körperwärme der Elterntiere (fast ausschließlich durch weibliche Vögel), durch Sonnenwärme oder durch die Wärmeentwicklung bei der Zersetzung von organischem Material (unter anderem Reptilien und einige Vögel, v.a. Großfußhühner), damit sich die Keime zu schlüpfreifen Jungtieren entwickeln können. Bei Vögeln geschieht dies meist in einem Nest. Die Körperwärme wird dabei vielfach über den direkten Hautkontakt am so genannten Brutfleck übertragen. Dies ist eine Stelle, an der vorübergehend die Federn ausgefallen sind und die besonders stark durchblutet wird. Die Übertragung der Körperwärme kann auch bei extremer Kältetemperatur geschehen, wie es bei den Pinguinen am Südpol geschieht. Eierlegende Säugetiere wärmen ihre Eier in einer Bruttasche am Bauch, wie der Ameisenigel, oder in einem Nest, wie die Kloakentiere.

    Unter dem Begriff Brüten wird auch die Brutpflege im weitesten Sinn verstanden, wie sie bei den maulbrütenden und nestbauenden Fischen, den Beutelfröschen und Beuteltieren und den Seepferdchen vorkommt. Als passives Brüten wird der Vorgang bezeichnet, wenn ein Tier Eier legt, diese aber nicht selbst ausbrütet und/ oder sich nach dem Schlüpfen der Jungen nicht um diese kümmert, wie es bei Reptilien und Schildkröten vorkommt. Auch bei staatenbildenden Insekten wie Ameisen und Bienen spricht man von Brüten.


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