Blindschleiche

    Aus WISSEN-digital.de

    (Anguis fragilis)

    eigentlich: Europäische Blindschleiche;

    die Blindschleiche ist in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika verbreitet. Ihr bevorzugter Lebensraum sind feuchte Wälder.

    Die Blindschleiche erreicht eine Körperlänge von bis zu 50 Zentimetern, von denen der Schwanz etwa die Hälfte ausmacht. Die beinlose Echse ist von einem silbernen bis bronzefarbenen Grundton. Bei Jungtieren verläuft über den Rücken ein dunkler Streifen, der mit zunehmendem Alter verblasst. Die Blindschleiche besitzt orangefarbene Augen, die voll funktionstüchtig sind. Der Name Blindschleiche leitet sich also nicht davon ab, dass Blindschleichen etwa blind sind, sondern rührt daher, dass die silbernen oder bronzenen Echsen in der Sonne glänzen, also "blenden".

    Die Blindschleiche ist ein nützliches Tier, das vielerlei Insekten, Würmer und Schnecken frisst. Trotzdem wird es vom Menschen häufig für eine Schlange gehalten und getötet, was dazu führte, dass Blindschleichen immer seltener werden.

    Die Paarung der Echsen findet im Frühjahr statt. Im Hochsommer bringt das Weibchen bis zu 20 lebende Jungtiere zur Welt, die zu diesem Zeitpunkt bereits vollkommen selbstständig sind.

    Bei Gefahr wirft die Blindschleiche ihren Schwanz ab (Autotomie), der allerdings bald wieder nachwächst. Der zweite Teil des lateinischen Arttnamens "fragilis" bedeutet zerbrechlich und weist darauf hin, dass der Schwanz bereits bei der geringsten Bedrohung abgeworfen wird. Dies verwirrt den Feind und das flinke Tier kann sich in Sicherheit bringen.

    Systematik

    Art aus der Unterfamilie der Blindschleichen (Anguinae) in der Familie der Schleichen (Anguidae)

    Kalenderblatt - 19. Juni

    1867 Der von dem französischen Kaiser Napoleon III. inthronisierte habsburgerische Kaiser Maximilian von Mexiko wird nach dem Abzug der französischen Truppen zum Tode verurteilt und hingerichtet.
    1965 Der algerische Staatspräsident Ahmed Ben Bella wird vom Revolutionsrat gestürzt und bis zum Jahr 1979 unter Hausarrest gestellt.
    1979 Am Rhein spielt sich eine der größten Umweltkatastrophen ab: Durch Vergiftung des Wassers stirbt praktisch der ganze Fischbestand. Als Ursache wird vermutet, dass ein Schiff tödliches Insektenvernichtungsmittel verloren hat.