Bernhard Riemann

    Aus WISSEN-digital.de

    deutscher Mathematiker; * 17. September 1826 in Dannenberg (Elbe), † 20. Juli 1866 in Selasca (heute zu Verbania, Italien)

    beschäftigte sich mit der geometrischen Veranschaulichung analytischer Funktionen auf der Riemann'schen Fläche. Er begründete die Möglichkeiten nichteuklidischer Geometrien und die Funktionentheorie.

    Seine Habilitationsschrift aus dem Jahr 1854 "Über Hypothesen" beschäftigte sich mit Hypothesen, die der Geometrie zugrunde liegen. Sie erregte größtes Aufsehen und fand die Anerkennung von Carl Friedrich Gauß.

    Riemanns Theorie der krummen Flächen, die an Arbeiten von Gauß über die Lichtbrechungslehre anknüpfte und die dann von Mathematikern wie David Hilbert und Hermann Weyl weiterentwickelt wurde, ist die Grundlage für die Relativitätstheorie Albert Einsteins geworden. Riemann erkannte, dass die Gesetze der Geometrie Euklids eine Verallgemeinerung ermöglichen, die als Anwendung des Prinzips der Nahewirkung auf die Geometrie bezeichnet werden kann. Seine Gedanken bildeten das mathematische Rüstzeug für den Versuch, auch dem Gravitationsgesetz Newtons die Form eines Nahewirkungsgesetzes zu geben. Während er für die Körper des Weltalls aufeinander wirkende Fernkräfte annahm, hat Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie die Gravitation ohne Fernkräfte gedeutet und sie auf die Krümmungsverhältnisse in den Raum-Zeit-Gegebenheiten zurückgeführt; damit knüpfte er unmittelbar an Riemann an.

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