Benzol

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    auch: Benzen;

    Summenformel: C6H6; einfachste aromatische Verbindung. Benzol ist eine farblose, charakteristisch riechende Substanz. Bei Raumtemperatur ist sie flüssig. Das Benzol ist giftig wie auch Krebs erregend (siehe Benzolvergiftung), leicht entzündbar und verbrennt mit stark rußender Flamme. Benzol löst sich nicht in Wasser, kann aber selbst als Lösungsmittel für eine Vielzahl von Substanzen eingesetzt werden, wie zum Beispiel Schwefel, Phosphor und Fette. Der Schmelzpunkt liegt bei 5,5 °C, der Siedepunkt bei 80 °C.

    Die sechs Kohlenstoffatome des Benzols, die jeweils mit einem Wasserstoffatom verbunden sind, sind ringförmig angeordnet. Zwischen ihnen sind Einfachbindungen ausgebildet. Zudem stehen noch weitere sechs Elektronen zur Verfügung. Jeweils drei von ihnen bilden ober- und unterhalb des Kohlenstoffrings eine Elektronenwolke. Veranschaulicht kann dieser Sachverhalt werden durch die Vorstellung, dass jeweils abwechselnd zwischen zwei Kohlenstoffatomen eine Doppelbindung ausbildet wird, wobei deren Anordnung wechselt.

    Gewonnen wird es durch Destillation von Steinkohlenteer und aus Erdölfraktionen. Benzol ist ein wichtiger Grundstoff der chemischen Industrie. Es wird bei der Herstellung von Lösungsmitteln, Lacken und Klebstoffen verwendet und ist unter anderem im Benzin enthalten, da es als Motorentreibstoff sehr energiereich ist.

    Die Entdeckung des Benzols ist das Verdienst von Michael Faraday 1825. Die Ringstruktur des Benzols geht auf August Kékulé von Stradonitz 1865 zurück.


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