Austauschtransfusion

    Aus WISSEN-digital.de

    ähnlich einer Bluttransfusion, wichtigste Maßnahme bei der Neugeborenen-Hyperbilirubinämie bzw. der Erythroblastose (Morbus hämolyticus neonatorum), wird aber auch bei schweren Vergiftungen vorgenommen.

    Das Ziel der Austauschtransfusion bei Neugeborenen ist es, die mütterlichen Antikörper aus dem kindlichen Blut zu entfernen, um eine Schädigung der roten Blutkörperchen, v.a. aber der Nervenzellen im Gehirn zu verhindern. Im Gegensatz zur Bluttransfusion werden bei der Austauschtransfusion etwa 80-90 % des eigenen Blutes durch Spenderblut ersetzt. Die Austauschtransfusion wird beim Neugeborenen durch die Nabelvene durchgeführt, manchmal auch durch Zweiwegeverfahren: Nabelarterie und Vene. Die Austauschtransfusion erfolgt mittels einlegen eines Spezialkatheters, durch den im Pendelverfahren Blut in kleinen Mengen abgenommen und zugeführt wird.

    Bei älteren Kindern oder Erwachsenen werden größere Gefäße freigelegt, um das Blut übertragen zu können.

    Das Spenderblut für die Austauschtransfusion muss ebenso verträglich wie bei Bluttransfusion sein und vorher geprüft werden. Verwendet wird bei Erythroblastose möglichst frisches Spenderblut, das am besten mit Heparin ungerinnbar gemacht wird. Frühzeitige Austauschtransfusion bei Erythroblastose ist für den Erfolg entscheidend.

    KALENDERBLATT - 29. November

    1773 Die nordamerikanische patriotische Geheimorganisation "Söhne der Freiheit" bekräftigt den Boykott britischer Tee-Lieferungen.
    1791 Die Französische Nationalversammlung verabschiedet ein neues Gesetz gegen französische Priester, die den Eid auf die neue Verfassung verweigern.
    1812 Napoleons Grande Armée überschreitet beim Rückzug aus Moskau unter großen Verlusten die Beresina.



    Drama, Drama ...

    Wissen oder nicht wissen ... das ist hier die Frage! Wie gut kennen Sie sich aus auf den Brettern, die die Welt bedeuten?
    Jetzt quizzen!