Archimedes

    Aus WISSEN-digital.de

    griechischer Mathematiker und Physiker; * um 285 v.Chr. in Syrakus, † 212 v.Chr. in Syrakus

    Archimedes war der bedeutendste Mathematiker und Physiker der griechisch-römischen Antike.

    Leben

    Datei:Arch1467.jpg
    Archimedes; Gemälde von Nicoló Barabino

    Sein Geburtsjahr ist in einer byzantinischen Quelle auf Grund der Angabe, er sei als "Greis" gestorben, von diesem Datum her als 287 v.Chr. rekonstruiert worden, doch ist der Begriff "Greis" in der Antike selbst flexibler gehandhabt worden, so dass das Jahr seiner Geburt unsicher ist. Archimedes, dessen Vater Pheidias Astronom war, studierte in Alexandria mathematische Wissenschaften und behielt auch nach seiner Rückkehr in die Heimat engen brieflichen Kontakt mit den dortigen Wissenschaftlern. Er scheint seine Vaterstadt, zu dessen König Hieron II. und dessen Sohn Gelon er freundschaftliche Beziehungen pflegte, jedoch nach dem Studium nicht mehr für längere Zeit verlassen zu haben. Im Zweiten Punischen Krieg beteiligte er sich aktiv durch die Konstruktion und den Bau neuartiger Kriegsmaschinen an ihrer Verteidigung.

    Er wurde trotz des Befehls des Belagerers Marcellus, ihn zu schonen, bei der Einnahme von Syrakus durch römische Truppen im Jahr 212 v.Chr. unerkannt von einem Soldaten erschlagen. Der Legende nach war er gerade dabei, Kreise in den Sand zu malen, als die Eroberer kamen. Er soll gar nicht bemerkt haben, dass es sich um den Feind handelte, sondern gesagt haben: "Störe mir meine Kreise nicht."

    Wirken

    Sein wissenschaftliches Werk umfasst vor allem Schriften zur abstrakten Mathematik, Geometrie und Mechanik, die zum Teil verloren sind. Auf ihn gehen unter anderem die Hebelgesetze und Formeln für Oberflächen- und Volumenbestimmung verschiedener Körper (Kegel, Kugel, Rotationsparaboloide u.a.) zurück. Er bestimmte besonders das Volumen der Kugel als 2/3 des sie umgebenden Zylinders. Ebenso geht die experimentelle und theoretische Untersuchung des Gewichtsverlusts bzw. Auftriebs schwimmender Körper (Archimedisches Prinzip), Studien zur Zahlenlehre (Darstellung beliebig großer Zahlen, Bestimmung der Quadratwurzel) und angenäherten Rektifikation des Kreises auf ihn zurück.

    Größeren Ruhm unter den Zeitgenossen brachte ihm sein Geschick im Bau mechanischer Geräte ein, unter anderem ein Wasserheber ("archimedische Schnecke"), Flaschenzüge, Hebewerkzeuge, aber auch ein mit Wasserdruck arbeitendes Planetarium.

    Manche seiner Leistungen waren fraglos Verbesserungen oder Erweiterungen bereits im Ansatz vorhandener Erkenntnisse und Prinzipien, doch zeigt sich auch darin seine universale Genialität in Theorie, Experiment und technischer Praxis.


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