Apartheid

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    (afrikaans "Trennung", eigentlich "Gesondertheit")

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    Rassentrennung in einem Sportstadion in Südafrika

    Bezeichnung für die Rassentrennung in der Südafrikanischen Republik. Durch die Apartheidspolitik wurden schwarze und weiße Staatsbürger Südafrikas räumlich, wirtschaftlich, sozial, kulturell und politisch getrennt. Die Apartheid war seit 1948 in der südafrikanischen Verfassung festgeschrieben; erst 1991 wurden alle Apartheidsgesetze aufgehoben. Ziel der Apartheid war die Festigung weißer Herrschaft und Privilegien über die farbige Bevölkerung. Sie bedeutete das Verbot gemischtrassiger Ehen, die Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen (Schulen, Krankenhäusern, Badeanstalten), den Ausschluss der Farbigen von politischen, sozialen und kulturellen Entscheidungen in Parlament und Verwaltungen sowie vom aktiven Wahlrecht.

    Geschichte

    Seit 1950 wurden die Rassenzugehörigkeit und der Wohnort durch Gesetz geregelt. Seit 1954 wurden die Schwarzen in so genannte Homelands zwangsumgesiedelt. Das bedeutete für die in den Städten arbeitenden Schwarzen den Status eines Fremdarbeiters, der jederzeit wieder in sein Homeland ausgewiesen werden konnte (Homelands waren z.B. Transkei, Bophuthatswana, Venda, Ciskei, Soweto).

    Die Zwangsumsiedlungen wurden am 1. März 1989 durch ein neues Wohngesetz, das gemischtrassige Wohngebiete begrenzt zulässt, leicht abgemildert. In Opposition zur Apartheid standen in Südafrika u.a. die Kirchen, die Gewerkschaften, der ANC ("African National Congress"), die UDF ("United Democratic Front") und die "Progressive Party". Nach weltweiter Verurteilung, unter anderem durch UNO und EG, wurde die Apartheid im Januar 1990 durch Parlamentsbeschluss aufgehoben. Mit dem In-Kraft-Treten der Verfassung von 1993 erhielten alle Rassen volle politische Gleichberechtigung. Mit der Übergangsverfassung vom 27. 4. 1994 wurde die Apartheid förmlich abgeschafft; in den ersten freien Wahlen (1994) ging der ANC unter der Führung Nelson Mandelas als stärkste Partei hervor. Zwischen 1996 und 1998 beschäftigte sich die Wahrheitskommission mit den Menschenrechtsverletzungen, die unter den Apartheid-Regimes begangen wurden.


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