Angelo Secchi

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    italienischer Astronom und Astrophysiker; * 29. Juni 1818 in Règgio nell'Emìlia, † 26. Februar 1878 in Rom

    Angelo Secchi war einer der bedeutendsten Astronomen seiner Zeit. Er stammte aus Règgio in der Lombardei und gehörte dem Jesuitenorden an. Nach der Priesterweihe lebte er mehrere Jahre in Rom und erwarb sich einen Ruf als Astronom, Mathematiker und Physiker. Während der Kämpfe zwischen Italien und Österreich um die oberitalienischen Besitzungen Österreichs wanderte Secchi in die Vereinigten Staaten von Amerika aus.

    Schon bald wurde er nach Rom zurückberufen; Papst Pius IX. übertrug ihm die Leitung der 1578 gegründeten Sternwarte des Collegio Romano. An dieser ältesten noch arbeitenden Sternwarte der Welt widmete er sich der Astrophysik, zu deren Mitbegründern er gehört.

    Über die Ergebnisse seiner sonnenphysikalischen Forschungen hat er in dem zweibändigen Werk "Le soleil" ("Die Sonne") berichtet, das 1870 erschienen ist. Von größtem Interesse ist, was er über die Chromosphäre, den obersten Teil der Sonnenatmosphäre, zu berichten wusste.

    Auch den Protuberanzen, den gewaltigen Ausbrüchen leuchtender Gase, die damals nur bei Sonnenfinsternissen zu beobachten waren, schenkte er seine Aufmerksamkeit. Eingehende Untersuchungen galten der Photosphäre der Sonne, den Wirbel- und Wolkenerscheinungen auf ihrer Oberfläche und den in ihnen hervortretenden Sonnenflecken. Secchi ermittelte, dass die Sonnenfleckentemperatur etwa 1 500 Grad unter der sonstigen Oberflächentemperatur liegt.

    Neben diesen Arbeiten ging eine eingehende Beschäftigung mit der Spektralanalyse der Fixsterne einher. Für sie schuf er die erste brauchbare Einteilung in vier Spektralklassen, die heute von der moderneren Havard-Klassifikation endgültig abgelöst worden ist. Secchi sind ebenfalls aufschlussreiche Kometen- und Mondbeobachtungen zu verdanken.

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