Andrea del Sarto

    Aus WISSEN-digital.de

    italienischer Maler; * 16. Juli 1486 in Florenz, † 29. September 1530 in Florenz


    Hauptvertreter der florentinischen Hochrenaissance neben Fra Bartolommeo. Nach einer Ausbildung bei einem unbekannten Florentiner Maler, wie Vasari berichtet, trug sich del Sarto 1518 in die Listen der Arte de'Medici e Speziali in Florenz ein. 1511 teilte er mit Jacopo Sansovino und wohl auch Franciabigio eine Werkstatt und nahm bald Schüler auf, unter ihnen Pontormo und Rosso Fiorentino. 1518 wurde er von Franz I. nach Fontainebleau berufen, doch scheint er in Frankreich keine größeren Aufträge gefunden zu haben. 1520 befand er sich wieder in Florenz, und im Jahr darauf führte er den Auftrag für die Fresken der Villa Medici in Poggio a Caiano aus. Reisen nach Oberitalien und Venedig sind anzunehmen. Mit dem Auftrag Antonio Brancaccis für S. Pietro a Luco entging er der Pest von 1523. Ende 1524 war er wieder in Florenz.

    Andrea del Sarto entwickelte seinen Stil aus Elementen Raffaels, Leonardos und Fra Bartolommeos zu neuen malerischen Wirkungen, mit denen er die Barockmalerei vorbereitete. Seine ersten Aufträge waren große Freskenzyklen im Vorhof der SS. Annunziata, Florenz: Darstellungen aus dem Leben des heiligen Filippo Benizzi (bis 1510), Reise der Heiligen Drei Könige (1511), Geburt Mariä (1514). Im Hof der Scalzi: Die in einfarbigem Helldunkel gemalten Fresken der Taufe Christi (um 1512), Darstellungen aus dem Leben Johannes' des Täufers (1522-23). Tafelbilder: Hauptwerke: "Madonna delle Arpie" (1517, Florenz, Uffizien), "Caritas" (1518, Paris, Louvre), "Opferung Isaaks" (um 1527, Dresden, Gemäldegalerie).

    Kalenderblatt - 24. April

    1884 Die Regierung des Deutschen Reichs erklärt Damara- und Namakwaland, die spätere Kolonie Deutsch-Südwestafrika, zum deutschen Protektorat .
    1926 Deutschland und die UdSSR schließen einen Neutralitätspakt.
    1947 Die Moskauer Konferenz geht nach fast sieben Wochen zu Ende, ohne dass sich zwischen den Alliierten eine Einigung über den Friedensvertrag mit Deutschland und Österreich ergeben hätte.