Anastasio Somoza Debayle

    Aus WISSEN-digital.de

    nicaraguanischer Staatsmann; * 5. Dezember 1925 in Managua, † 17. September 1980 in Asuncion

    Anastasio Somoza junior war wie sein Vater, Anastasio Somoza Garcia, Präsident der mittelamerikanischen Republik Nicaragua. Im Jahr 1956, nach dem Tod seines Vaters, übernahm Somoza junior die Macht über den Somoza-Clan. Als Befehlshaber der Nationalgarde von 1955 bis 1967 war er einer der mächtigsten Männer im Land. Sein älterer Bruder Luis Somoza Debayle war von 1956 bis 1963 Staatspräsident, von 1963 bis 1967 bekleidete ein Gefolgsmann der Familie das Amt. Nach Luis' Tod hatte Anastasio Somoza von 1967 bis 1972 und von 1974 bis 1979 das höchste Amt des Landes inne. Seine Regierungspolitik unterschied sich kaum von der seines Vaters und seines Bruders: Die Oppositionellen wurden ohne Gerichtsurteile in die Kerker geworfen oder hingerichtet. Zu Beginn der 1970er Jahre brach der offene Bürgerkrieg aus; die Opposition hatte sich zur Sandinistischen Befreiungsfront, FSLN, formiert. Starken Rückhalt fand die FSLN in der Kirche Nicaraguas. Ab 1977 versagten die USA unter Präsident Carter den Somozas die Unterstützung. Die Befreiungsfront kämpfte sich zur Hauptstadt Managua vor, und aus Washington kamen keine Waffen mehr für die Regierungstruppen, sondern die Aufforderung, den Weg in die Demokratie freizugeben. Somoza trat 1979 zurück, verließ das Land und ging nach Paraguay ins Exil. Die Sandinisten rückten in Managua ein. Am 17. September 1980 erlag Somoza einem bestellten Attentat in Asuncion.


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