Anabiose

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch) auch: Wiederbelebung, Wiederaufleben;

    Der Begriff bezeichnet einen länger anhaltenden physiologischen Zustand bei einigen Organismen, in dem extreme abiotische Umweltfaktoren, wie sehr hohe oder niedrige Temperatur und lang anhaltende Trockenheit, überstanden werden. Allen Prozessen gemein ist das Absenken des Wassergehaltes in den Zellen, damit die Lebensprozesse auf ein Minimum abgesenkt werden können. Das Überstehen niedrigster Temperaturen wird als Kryptobiose bezeichnet, das von hoher und langer Trockenheit als Anhydrobiose, von hohem Salzgehalt als Osmobiose und von Mangel oder dem Fehlen von Sauerstoff als Anaerobiose.

    Anabiose ist unter anderem bekannt bei Fadenwürmern, Rädertierchen, Geißeltierchen, Dauereiern (Daphnien) und Bärtierchen (Tardigraden). Letztere überstehen sogar 20 Monate in flüssiger Luft bei -200 °C. Bei den Pflanzen sind es die Sporen und Samen, die entwässert lange Temperaturextreme überdauern können.

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