Altamerikanische Kulturen

    Aus WISSEN-digital.de

    Sammelbezeichnung für die indianischen Hochkulturen im vorkolumbischen Amerika bis zur Eroberung durch die Europäer im 16. Jh. (vor allem Azteken, Inka und Maya)

    Die altamerikanische Kulturentwicklung gliedert sich in fünf große Phasen:

    paläoindianische Periode (bis 7000 v.Chr.);

    präkeramische frühpflanzerische Periode (7000-2000 v.Chr.);

    präklassische Periode (2000 v.Chr.-100 n.Chr.);

    klassische Periode (100-900 v.Chr.);

    nachklassische Periode (900 n.Chr. bis zur Eroberung).

    Erste nachweisbare Einwanderung in den ursprünglich wohl "menschenleeren" Kontinent aus dem asiatischen Sibirien über die damals noch festländische oder vereiste Beringstraße (Verbindung Sibirien-Alaska) seit etwa 15000 v.Chr. (vielleicht schon früher); Einwanderung auch über den Stillen Ozean, von Südasien her, über die pazifische Inselwelt. Kulturstufe der Mittelsteinzeit vermutlich seit 10000-2500 v.Chr., allmählicher Übergang zu sesshafter Lebensweise (steinzeitliche Talkulturen, Anfänge der Keramik), Besiedlung des ganzen Doppelkontinents bis Südpatagonien. Weitere Einwanderungswellen aus Südostasien über den Stillen Ozean, beginnend wahrscheinlich gegen Ende des 3. Jh.v.Chr. Auch weiterhin Zuwanderung nomadisierender Jägervölker aus Sibirien, die aber meist im Norden des Kontinents blieben. Indianische Jäger, Sammler und Pflanzer entwickelten Hochkulturen, besonders in Mittelamerika und im Hochland von Peru.

    Aufnahme des Landbaus, später vor allem Maiskultur. Kulturzentrum war Mexiko mit der Teotihuacan-Kultur, davon stark beeinflusst das Reich der aus Nordamerika in Mexiko einbrechenden Tolteken (5./6. Jh. n.Chr.) und die Mayastaaten in Guatemala, San Salvador und auf der Halbinsel Yucatán.

    Im 13./15. Jh. n.Chr. bildete sich auf dem mexikanischen Hochland das Reich der kriegerischen Azteken, der Nachfolger der Tolteken. In Peru seit 1200 das Inkareich, Höhepunkt im 15. Jh. n.Chr.

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