Allelopathie

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch-lateinisch)

    Unter diesem Begriff werden die vielfältigen stofflichen Wechselwirkungen einer Pflanze zu anderen Pflanzen ihres Lebensraumes gezählt, wobei die Ausscheidung organischer Verbindungen von einer Pflanze zur Unterdrückung einer anderen Pflanze oder anderer Mechanismen führt. Diese Pflanze/Pflanze-Interaktion umschrieb Molisch mit dem Begriff Allelopathie.

    Die Stoffe werden Allelopathika genannt. Sie haben vorwiegend hemmende Wirkung auf die Entwicklung (Keimung, Wachstum, Differenzierung und Morphogenese) anderer Pflanzen. Die Geberpflanze (Donorpflanze) setzt den Stoff frei, der dann über Boden, Luft und Wasser mithilfe von Mikroorganismen und Pilzen zu den Empfängerpflanzen (Akzeptorpflanzen) übertragen wird.

    Solche pflanzlichen Inhaltsstoffe können somit der aktiven Unterdrückung der Konkurrenz dienen. Hinweise auf allelopathische Eigenschaften liegen unter anderem für die Sonnenblume vor. Bei ihr konnten bisher drei wachstumshemmende Komponenten gefunden werden, die unter anderem bestimmte Samen anderer Pflanzen an der Keimung hindern.

    Neben der Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe ist die Allelopathie die wichtigste Form von Interferenz (Wechselwirkung) bei Pflanzen. Die Kenntnis über derartige Wechselwirkungen werden im Gartenbau und in der Land- und Forstwirtschaft angewendet.

    Bei Mikroorganismen spricht man bei dieser Art von Interaktion von Antibiose.


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