Algonkin

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    auch: Algonquin;

    der Begriff bezeichnet eine indianische Sprachfamilie, zu der die meisten IndianerNordkanadas zählen (z.B. Cheyenne, Blackfoot, Shawnee, Cree). Der Name Algonkin leitet sich von einem im 17. Jh. von den Irokesen besiegten Indianerstamm her. Das Gebiet, in dem Stämme lebten, die zur Algonkinsprachfamilie gezählt werden, erstreckt sich über eine riesige Fläche. Zentrales Siedelgebiet der Algonkin war vermutlich vor 3 000 Jahren die Umgebung der Großen Seen. Von dort besiedelten sie Gebiete in allen Himmelsrichtungen. Zu den Algonkin gehören viele verschiedene Stämme mit sehr unterschiedlichen Bräuchen, die z.T. auf die unterschiedlichen Bedingungen des jeweiligen Lebensraumes zurückzuführen sind.

    Von Bedeutung für die religiösen Vorstellungen der Algonkin waren Geistwesen, die Manitus genannt wurden. Durch Selbstkasteiung versuchten die jugendlichen Indianer, einen Trance-Zustand zu erreichen, in dem sie ihren persönlichen Schutzgeist (oft in Form eines Tieres) ermittelten.

    Eine politische Einheit der verschiedenen Stämme der Algonkin hat nie existiert, obwohl es Einigungsbestrebungen als Reaktion auf die zunehmende Bedrohung durch die europäischen Einwanderer gab. Ein solcher Einigungsversuch wurde zum Beispiel von dem Shawnee-Häuptling Tecumseh unternommen, ist aber letztlich gescheitert. Die Stämme der Algonkin wurden vielmehr in die kriegerischen Auseinandersetzungen der Briten, Franzosen und Amerikaner als Verbündete hineingezogen und haben einen Großteil dieser Konflikte auf verschiedenen Seiten ausgekämpft, ohne selbst einen langfristigen Vorteil daraus zu ziehen.


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