Alexandria

    Aus WISSEN-digital.de

    zweitgrößte Stadt in Ägypten; am Westende des Nildeltas gelegen; 3,35 Millionen Einwohner (Agglomeration).

    Mehrere Universitäten, Museum, Bibliotheca Alexandrina; Binnenhafen, Industriestandort.

    Geschichte

    Gegründet 331 v.Chr. von Alexander dem Großen, erbaut nach Plänen des makedonischen Architekten Deinokrates. Es war Residenz des Ptolemäerreiches, führende Hafen- und Handelsstadt der Antike und mit etwa 1 Million Einwohner. Zentrum der hellenistischen Weltkultur. Das Museion, gegründet 280 v.Chr., gewährte vielen Gelehrten und Künstlern Lebensunterhalt und bot ihnen reiche wissenschaftliche Hilfsmittel: Institute für alle Forschungszweige und die berühmteste Bibliothek des Altertums. Beim Brand der Bibliothek anlässlich der Eroberung Alexandrias durch Cäsar 48 v.Chr. wurde die Zahl der vorhandenen Papyrusrollen auf 700 000 geschätzt. Im Mittelalter seit der Eroberung durch die Araber 640 verfallen. Die wiederaufgebaute Bibliothek wurde vernichtet und die Residenz nach Kairo verlegt.

    Seit 1517 unter türkischer Herrschaft; 1798 von Napoleon erstürmt. Wiederaufstieg unter dem Regime Mohammed Alis (Bau des Suez-Kanals), 1882 von den Engländern bombardiert und besetzt, wichtigster britischer Flottenstützpunkt im östlichen Mittelmeer, britische Garnison bis 1947, Hauptplatz des ägyptischen Baumwollhandels.

    2002 wurde am ehemaligen Standort der antiken Bibliothek eine moderne Version, die Bibliotheca Alexandrina eröffnet.

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