Alexander Schalck-Golodkowski

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    deutscher Politiker; * 3. Juli 1932 in Berlin, † 21. Juni 2015 in Rottach-Egern

    Ausgebildet zum Feinmechaniker, holte Schalck-Golodkowski bis Mitte der 1950er Jahre ein Studium an der DDR-Hochschule für Außenhandel nach und trat nach dem Examen 1955 der SED bei. Nach verschiedenen Posten im Ministerium für Außenhandel (MAH) übernahm er 1966 die Leitung des Bereichs Kommerzielle Koordinierung (KoKo), ab 1967 im Rang eines Stellvertretenden Ministers, ab 1975 als Staatssekretär. Schalck-Golodkowski, auch als Offizier im besonderen Einsatz (OibE) für das Ministerium für Staatssicherheit tätig, baute ein verzweigtes Firmennetz auf und wurde zum obersten "Devisenbeschaffer" der DDR. In dieser Eigenschaft verhandelte er auch erfolgreich unter anderem mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß über Kredite für die DDR. Nach dem Zusammenbruch der SED-Herrschaft setzte sich Schalck-Golodkowski in den Westen ab und war danach am Tegernsee als Wirtschaftsberater tätig. Ein Untersuchungsausschuss des Bundestages beschäftigte sich 1991-94 mit seinen Aktivitäten als KoKo-Chef. 1994 wurde gegen ihn Anklage wegen Steuerhinterziehung, illegalen Waffenhandels u.a. erhoben - er wurde vom Berliner Landgericht zu einer Haftstrafe (ein Jahr auf Bewährung) verurteilt.


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