Akademie

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    Ludwig XIV. als Schirmherr der Akademie

    Heute werden unter Akademien Einrichtungen zur Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie Zusammenschlüsse vor allem zur beruflichen Ausbildung verstanden. Es gibt Akademien der Wissenschaften, wissenschaftliche Fachakademien (z.B. Handelsakademie, Kunstakademie), kirchliche Einrichtungen der Öffentlichkeitsarbeit, nicht akademische Ausbildungslehrgänge (z.B. Kochen) und Singakademien.

    Geschichte

    Ursprünglich die Philosophenschule Platons, der seine Schüler in einem dem Heros Akademos geweihten Hain bei Athen zu versammeln pflegte. Die Akademie Platons (gestorben 347 v.Chr.) lebte nach seinem Tod fort, wurde erst 529 n.Chr. von Kaiser Justinian aufgelöst.

    Im 13. und 14. Jh. vor allem um die Pflege der Dichtkunst, Sprache, Musik bemüht; langsame Trennung der Kunst vom Handwerk, damit verbunden Trennung von Ausbildung und Tätigkeit. V.a. in der Renaissance wurden die Akademien besonders in Europa zu dauernden Einrichtungen; außerhalb Europas gab es Akademien unter chinesischen Kaisern, 12. Jh.; um 1480 gründete Lorenzo il Magnifico die florentinische Bildhauerschule, zu deren Schülern z.B. Leonardo da Vinci und Michelangelo gehörten. Leonardo da Vinci gründete seine Accademia Vinciana 1494 in Mailand, wo er die Malerei zu einer Wissenschaft erhob. Viele spätere Akademien erhielten Satzungen, Regeln, Vorschriften zum Erlernen der Künste. Im Absolutismus bereits staatliche Einrichtungen, dienten sie v.a. der Repräsentationskunst und gerieten etwa seit dem 18. Jh. zum Leben und zur Kunst der industriellen Revolution in Widerspruch, woraufhin spezielle Akademien, z.B. Bauakademien, entstanden.

    Regeln und Vorschriften zur Komposition von Kunstwerken wurden häufig zu Fesseln der an den Akademien studierenden Künstler; Menzel, van Gogh u.a. bildeten sich mehr oder weniger als Autodidakten aus, andere lernten auf Privatinstituten (z.B. Académie Julian, 1860 gegründet).

    Ende des 19. Jh. gab es wieder Bemühungen, Theorie und Handwerk stärker zu verbinden; das Bauhaus versuchte eine Verbindung aller Künste und ist eines der berühmtesten Beispiele dafür.

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