Ai Weiwei

    Aus WISSEN-digital.de

    chinesischer Künstler; * 28. August 1957 in Peking

    Weil der Vater als Regimekritiker jahrelang verbannt worden war, entwickelte Weiwei bereits früh eine kritische Haltung gegenüber der chinesischen Regierung. 1979 war er an der Gründung der Künstlergruppe „Stars Group“ beteiligt, die staatliche Vorgaben bei der Kunst ablehnte. 1981 wanderte er in die USA aus und lebte vor allem in New York, wo er an der „Parsons School of Design“ studierte. 1993 kehrte er wegen einer Erkrankung seines Vaters nach Peking zurück. Ein Jahr später eröffnete er dort eine Galerie für experimentelle Kunst , das "China Art Archives and Warehouse".

    Weiwei ist einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen chinesischen Kunst. Neben Bildern hat er auch Skulpturen und Installationen geschaffen, Bücher geschrieben und Filme gedreht. Auch an dem Entwurf des Stadions in Peking für die Olympischen Spiele 2008 war er beteiligt. In seinen Werken setzt sich Weiwei kritisch und oftmals provokativ mit dem Wandel in China seit der wirtschaftlichen Öffnung des Landes auseinander. Wegen dieser offenen Kritik und seines gesellschaftspolitischen Engagements wurde er bereits mehrmals verhaftet, durfte kein Handy oder Internet benutzen oder nicht das Land verlassen.

    Internationales Aufsehen erregte seine Verhaftung im April 2011, die weltweit zu Protestaktionen und Solidaritätskampagnen führte. Wochenlang wurde er an einem unbekannten Ort festgehalten, angeblich wegen Steuerhinterziehung, und weder seine Familie noch sein Anwalt durften zu ihm. Nach 81 Tagen wurde er gegen eine Kaution und unter strengen Auflagen aus der Haft entlassen. Weiwei erhielt viele anonyme Spenden, um die angeblichen 1,7 Millionen Euro Steuerschulden nachzuzahlen.


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