Zentralnervensystem
Aus WISSEN-digital.de
Im menschlichen Organismus treten Nervenzellen in zentraler Lage gehäuft auf und bilden das Gehirn (Cerebrum) und Rückenmark (Medulla spinalis). Von dieser zentralen Anordnung verlaufen Nervenfortsätze gebündelt bis an den Rand (Peripherie) des Nervensystems.
Gehirn und Rückenmark bilden das Zentralnervensystem. Hier werden die aus dem peripheren Nervensystem übernommenen Signale analysiert, gespeichert und es werden motorische Signale aufgebaut.
Dieses vor allem vom Gehirn zu bewältigende Leistungsvermögen ist sehr kompliziert und verlangt den Einsatz unzähliger Nervenzellen. Die komplexeste Tätigkeit des Nervensystems erfolgt in der Großhirnrinde (Cortex cerebri). Sie ist sozusagen die Zentrale für alle Funktionen des Körpers. In der Großhirnrinde entstehen die Vorstellungen von der Umwelt. Hier ist der Sitz des Denkens, des Willens und des Gefühls.
Ein großes Gefäßnetz versorgt das Zentralnervensystem mit Sauerstoff und Nährstoffen. Es ist eingebettet in Knochenhöhlen, die im Kopfbereich durch die Schädelkapsel, im Hals- und Rumpfbereich durch die Wirbelbögen (Arcus vertebrales) gebildet werden. Sie bieten Gehirn und Rückenmark Schutz.
Im Inneren wird der Schutz durch drei Bindegewebsschichten verstärkt, die im Kopf das Gehirn als Hirnhäute und in der Wirbelsäule (Columna vertebralis) das Rückenmark umgeben. Zwischen der mittleren und inneren Schicht befindet sich ein Zwischenraum, der mit Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebro-spinalis) gefüllt ist. Durch diese Flüssigkeit wird das Zentralnervensystem weitestgehend vor mechanischer Beschädigung geschützt.
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