Wilhelm Dilthey

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    deutscher Philosoph; * 19. November 1833 in Biebrich, † 1. Oktober 1911 in Seis bei Bozen

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    Dilthey war Professor für Philosophie in Basel (1866) dann in Kiel (1868), Breslau (1871) und Berlin (1882).

    Dilthey entwickelte sich vom Historiker zum Erkenntnistheoretiker der Geisteswissenschaften. Zu einer Zeit, da der herrschende Positivismus sich einzig der naturwissenschaftlichen Methode bediente, erschloss er dem geistesgeschichtlichen Erkennen eine neue Erkenntnisart: die der unmittelbaren inneren Erfahrung durch Intuition. Das Wesen der Geisteswissenschaften lag für ihn in der lebendigen Verbindung beider Erkenntnisarten. Von hier gelangte er zu seiner deskriptiven Psychologie, die sich nicht in der mechanischen Aufzählung seelischer Abläufe erschöpft, sondern Inhalte und Lebenszusammenhänge zu erfassen strebt. Am fruchtbarsten erwies sich Diltheys Kunstphilosophie, die Kunst als Organ des Lebensverständnisses fasst.

    Hauptwerke: "Einleitung in die Geisteswissenschaften", "Wesen der Philosophie", "Das Erlebnis und die Dichtung".



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