Werner Bergengruen

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    deutscher Schriftsteller; * 16. September 1892 in Riga, † 4. September 1964 in Baden-Baden

    wurde im russischen Kaiserreich in Riga geboren. Der Vater war Arzt, die Familie deutschstämmig. Bergengruen studierte in Marburg, München und Berlin, trat 1914 als Kriegsfreiwilliger in die deutsche Armee ein und diente später als Kornett in der Baltischen Landeswehr. Durch Reisen und längere Aufenthalte wurde ihm Italien zur zweiten Heimat. Er bekannte sich 1936 offiziell zur römisch-katholischen Kirche. Bergengruen verfasste Novellen, unter anderem "Die Feuerprobe" (1933), "Die drei Falken" (1937), "Der spanische Rosenstock" (1940) und "Das Hornunger Heimweh" (1942). In der Sagensammlung "Das Buch Rodenstein" (1927) erzählt er von Helden und Gespenstern aus dem Umkreis des hessischen Rittergeschlechts.

    Ein besonderes Kennzeichen von Bergengruens Erzählen ist die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Masse, den Mechanismen ihrer Steuerung und ihrer Eigengesetzlichkeit. Mit diesem Problem beschäftigt er sich bereits in seinem frühen Roman "Karl der Kühne". Ebenso behandeln auch seine wohl bedeutendsten Erzählwerke "Der Großtyrann und das Gericht" (1935) und "Am Himmel wie auf Erden" (1940) dieses Thema und sind damit auch als Kritik am Nationalsozialismus zu lesen. Wegen des "Großtyranns" wurde Bergengruen 1937 aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen.

    Weitere Werke: "Die drei Falken" (1937), "Die heile Welt" (Gedichte, 1950), "Der letzte Rittmeister" (1952) u.a.



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