Vari

    Aus WISSEN-digital.de

    (Lamur variegatus)

    Schwarzweißer Vari

    Der vorwiegend nachtaktive Vari ist in den dichten Regenwäldern Madagaskars zu Hause. Er hält sich bevorzugt in Bäumen auf, die er lediglich in den frühen Morgenstunden verlässt, um sich ausgiebig zu sonnen. Den Rest des Tages verbringt er meist schlafend in einem Nest aus Zweigen und Blättern.

    Der Vari ist mit einer Gesamtlänge von bis zu 65 Zentimetern der größte Lemur überhaupt. Er zeichnet sich durch ein relativ dichtes, langhaariges und wolliges Fell aus, das die verschiedensten Farben aufweisen kann: braun-weiß, schwarz-weiß oder rot-weiß. Der dunklere Farbton bildet die Grundfarbe des Tieres, Halskrause, Unterarme und Beine sind immer weiß. Charakteristisch für Varis ist ihre kräftige Stimme, mit der sie in der Nacht laute Brüllkonzerte veranstalten.

    Der Vari ist ein Pflanzenfresser, der auf seinen nächtlichen Streifzügen vor allem Früchte und Blätter zu sich nimmt.

    Nach einer Tragzeit von etwa vier Monaten bringt das Weibchen in seinem Nest meist ein bis drei Jungtiere zur Welt, die bei der Geburt zwar schon offene Augen haben, aber noch nackt sind. Nach Raubtierart transportiert die Mutter ihre Kinder nicht in ihrem Fell, sondern im Mund. Erst nach etwa fünf Wochen unternehmen die jungen Varis ihre ersten, ungeschickten Kletterversuche.

    Durch die zunehmende Zerstörung ihres Lebensraumes gelten Varis heute als bedrohte Tierart.

    Systematik

    Art aus der Gattung der Echten Makis (Lemur) aus der Familie der Lemuren (Lemuridae) in der Teilordnung der Lemurenartigen (Lemuriformes).



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 21. Oktober

    1917 Lenin kehrt aus dem Exil nach Russland zurück, wo er in Petrograd die Menschen für die Revolution mobilisiert.
    1994 In Genf wird zwischen Nord-Korea und USA eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, mit der sich Nord-Korea zu der Beendigung seines Nuklearprogramms verpflichtet.
    1999 Russische Luftwaffen haben die tschetschenische Hauptstadt Grosny angegriffen. Nach tschetschenischen Angaben sind dabei 282 Menschen ums Leben gekommen und Hunderte verletzt worden. Die russische Regierung reagiert damit auf Bombenanschläge in Dagestan, Moskau und Wolgodonsk, für die sie tschetschenische Terroristen verantwortlich macht.