Vandalen
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auch: Wandalen;
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Ursprung
Ostgermanisches Volk; ab dem 2. Jh. in Nordjütland an der Nordspitze Dänemarks nachweisbar; Urheimat jedoch unbekannt (in Jütland Ackerbau und Viehzucht, Erdwandhäuser, Totenverbrennung und Bestattung in Brandgrubengräbern).
Wanderung um 120 v.Chr.
Übervölkerung, vielleicht auch Naturkatastrophen, brachten sie um 120 v.Chr. mit anderen aus Südnorwegen herüberkommenden verwandten Germanenstämmen in Bewegung, Seewanderung zur Odermündung und Landfahrt die Oder aufwärts.
Teilung
Siedlung in zwei Gruppen: Vandalenstämme (silingisch-schlesische Vandalen) zwischen Oder und Weichsel mit Kerngebiet in Schlesien; Oststämme (hasdingische Vandalen) in Polen, Masuren-Weichselgebiet.
Unter dem Druck nachdrängender Germanenvölker wichen die hasdingischen Vandalen über die Karpaten nach Ungarn und in die Slowakei aus, so dass das Gebirge die beiden Siedlungsräume trennte; hier in der Theißebene, in der Nachbarschaft des Römischen Reiches, bedeutende Machtstellung, Übertritt zum arianischen Christentum, Übergang zur Erdbestattung (Fürsten in steingesetzten Totenhäusern).
Wanderung im 5. Jh.
Im 5. Jh. setzten sich beide Vandalenvölker südlich und nördlich der Karpaten erneut in Bewegung, als die südostwärts wohnenden Westgoten, von den Hunnen verdrängt, in den vandalischen Raum einbrachen; Abwehr des Einbruchs ins Oströmische Reich durch Stilicho, den Feldherrn Ostroms aus vandalischem Geschlecht; Vordringen über den Rhein nach Gallien, Spanien; Westgruppe hier von den Goten fast völlig aufgerieben, Ostgruppe (hasdingische Vandalen) erreichte die Straße von Gibraltar, baute eine Flotte und setzte mit 80 000 Mann im Jahr 429 über die Meerenge (größter Massentransport zur See im Altertum); Eroberung der römischen Provinz Africa, Gründung eines großen Reiches (Hauptstadt Karthago) und Errichtung der Seeherrschaft im Westmittelmeer unter Geiserich; Beutezüge längs der Küsten, 455 Besetzung und Plünderung Roms; Gründung von Siedlungen in Afrika unter Abschluss von der einheimischen Bevölkerung und Bekämpfung des römischen Christentums; Verträge mit Rom und Byzanz, Sicherung der Thronfolge, doch Versagen vor dem Klima (Krankheiten, Seuchen), Verweichlichung der Kriegerkaste, Verfall des Reiches nach Geiserichs Tod 477; 534 Zerstörung durch den byzantinischen Feldherrn Belisar.
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