Troubadour

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(französisch/provenzalisch: trobar, "dichten") auch: Trobador;

Troubadour; Illustration einer Handschrift aus dem 11. Jh.

im Mittelalter (12. bis 13. Jh.) die provenzalischen höfischen Dichter und Minnesänger, die ihre Dichtungen in der langue d'oc (altprovenzalisch) selbst vertonten und vortrugen. Besungen wurde eine geliebte Dame (die domna, "Herrin"), die dem Sänger auf Grund ihrer höheren sozialen Stellung unerreichbar war.

Als höfische Gesellschaftskunst sind die Texte Variationen eines gemeinsamen Musters mit festgelegten Stereotypen (z.B. das Frühlingsmotiv zu Beginn jedes Liedes). Die Hauptformen der Troubadour-Lyrik sind Kanzone (canso) und Sirventes. Ältester bekannter Troubadour ist Guillaume d'Aquitaine; weitere bekannte Dichter sind: Jaufre Rudel, Bernard de Ventadorn, Marcabru, Peire Vidal, Peire Cardenal. Die Sänger, die zur gleichen Zeit im Norden Frankreichs dichteten, werden als Trouvères bezeichnet (darunter unter anderem Chrétien de Troyes).


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