Thomas von Aquin

    Aus WISSEN-digital.de

    Philosoph, Theologe und Kirchenlehrer; * um 1225 auf Schloss Roccasecca, Aquino, † 7. März 1274 im Kloster Fossanova, Latina

    Heiliger; Thomas von Aquin gilt als bedeutendster katholischer Theologe und Scholastiker im Mittelalter. 1243 trat er - zunächst gegen den Willen seiner reichen Familie - in den Dominikanerorden ein. Von 1248 bis 1252 war er Schüler des Albertus Magnus in Köln, promovierte in Paris und arbeitete als Theologieprofessor und Prediger bis 1259 in Rom und in seiner Heimat Neapel. Thomas von Aquin starb auf der Reise zum Konzil von Lyon.

    Sein Werk "Synthese und Systematik" schuf durch Verschmelzung der überkommenen, von Augustinus bestimmend geprägten und platonisch beeinflussten christlichen Philosophie und der bis dahin nicht erschlossenen Philosophie des Aristoteles ein umfassendes philosophisch-theologisches System, in dem sich Vernunft und Glaube widerspruchsfrei ergänzen. Neben dem Glauben erreichte auch das Wissen jetzt einen eigenen Stellenwert, das allerdings zu seiner Vollendung des Glaubens bedarf. So steht die Philosophie unter dem Glauben, aber durchaus eigenständig. In seinen Gottesbeweisen belegt Thomas die Ähnlichkeit der Geschöpfe mit Gott. Das Wissen von Gott bedarf aber neben der Vernunft immer der göttlichen Offenbarung. Er anerkennt das sittliche Naturgesetz, dessen Normen bis in die politische Ebene reichen. Der Fürst habe zwar Rechte wie das der Steuererhebung, doch ist er gegenüber der Gemeinschaft zu Gerechtigkeit verpflichtet.

    Weitere Werke: "Summa theologica", "Summa contra gentiles".

    1323 wurde Thomas von Aquin heilig gesprochen, 1567 zum Kirchenlehrer ernannt.

    Fest: 28. Januar, 7. März.



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