Tennis

    Aus WISSEN-digital.de

    Einleitung

    Tennis ist ein Ballspiel, bei dem unter Beachtung bestimmter Regeln mit einem saitenbespannten Schläger ein Ball aus Hartgummi über ein in der Spielfeldmitte quergespanntes Netz geschlagen werden muss.

    Regeln in Kürze

    Tennis wird als Einzel- oder als Doppelspiel auf Rasen-, Sand- oder Hartplätzen ausgetragen. Frauen spielen über maximal drei Sätze (zwei Gewinnsätze), Männer über maximal fünf (drei Gewinnsätze) mit Tie-Break.

    Spielfeld

    Abgegrenztes Rechteck mit einer Länge von 23,7 m und beim Einzel einer Breite von 8,2 m, beim Doppel von 10,97 m.

    Aufschlag

    Der Aufschlag und damit die Spieleröffnung wird durch Münzwurf entschieden. Der Spieler schlägt den Ball abwechselnd von der Grundlinie seines rechten und linken Feldes in das diagonal gegenüberliegende Aufschlagfeld. Dabei muss er mit beiden Füßen hinter der Grundlinie und innerhalb der gedachten Verlängerung seines Aufschlagfeldes stehen. Für den Aufschlag hat der Spieler zwei Versuche, sind beide fehlerhaft, wird dies Doppelfehler genannt, der Gegner erhält einen Punkt. Berührt der Ball lediglich das Netz, wird dies nicht als Fehler gewertet. Gelingt dem Spieler mit dem Aufschlag ein direkter Punktgewinn, wird dies als As bezeichnet.

    Spielverlauf

    Ist der Ball im Spiel, wird so lange hin- und hergespielt, bis ein Fehler begangen wird. Dies ist der Fall, wenn der Ball in das Netz oder in das Aus gespielt wird beziehungsweise wenn der Ball auf einer Seite zweimal aufkommt. Bei Fehler erhält der gegnerische Spieler einen Punkt. Ein Spieler hat solange Aufschlag, bis ein Spiel beendet ist, bis zum Satzgewinn wird der Aufschlag gewechselt.

    Zählweise

    Zunächst werden die Punkte pro Spiel gezählt, dann die Anzahl der gewonnenen Spiele, die zum Satzgewinn führen.

    Punkte

    Es wird in einem vier-Punkte-System gezählt, nämlich 15, 30, 40 und Spiel. Ergibt sich in einem Spiel die Situation, dass beide Spieler 40 Punkte haben, spricht man von Einstand. Bei Einstand wird so lange weitergespielt, bis ein Spieler zwei Punkte Vorsprung hat; geht er mit einem Punkt in Führung, nennt man dies Vorteil.

    Spiele

    Um einen Satz zu gewinnen, müssen sechs Spiele gewonnen werden. Beim Stand von sechs zu sechs wird meist der so genannte Tie Break gespielt; hierbei wird numerisch gezählt, d.h. derjenige Spieler, der zuerst sieben Punkte erreicht hat, entscheidet den Satz für sich. Der erste Aufschläger im Tie Break schlägt einmal auf, anschließend hat jeder Spieler zwei Aufschläge in Folge. Wird der Punktestand sechs zu sechs erreicht, wird so lange weitergespielt, bis einer der Spieler zwei Punkte Vorsprung hat. Nach sechs erzielten Punkten werden die Seiten gewechselt. In vielen Turnieren wird im Entscheidungssatz kein Tie Break gespielt.

    Satz

    Zum Matchgewinn müssen mindestens drei beziehungsweise maximal fünf Sätze gewonnen werde.

    3. Turniere

    Die bedeutendste Turnierserie im Tennissport bilden die sogenannten Grandslam-Turniere, ausgetragen in Melbourne (Australian Open), Paris (French Open), Wimbledon (All England Championships) und Flushing Meadow (US Open). Gelingt es einem Spieler, innerhalb eines Jahres diese vier Turniere für sich zu entscheiden, ist er "Grandslam Sieger". Diesen begehrten Titel errangen bisher unter anderem bei den Herren Rod Laver (1962 und 1969) und bei den Damen Stefanie Graf (1988).

    Neben Einzelturnieren (Grand Prix Turnieren) werden auch Mannschaftswettbewerbe ausgetragen: Bei den Herren wird alljährlich der Davis-Cup ausgespielt, bei den Damen der Federation Cup, dessen Tradition und Bedeutung jedoch nicht an die des Herren-Pendants heranreicht.

    Geschichte

    Die Spuren dieser Sportart reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, nach der Legende sollen es französische Mönche erfunden haben. Zuerst wurde der Ball mit der flachen Hand geschlagen, seit dem 16. Jahrhundert wurde ein "Rackett" benutzt.

    Die Entwicklung des Tennissports im England des 19. Jahrhunderts ging Hand in Hand mit der Erfindung der Rasenmähmaschine und der Benutzung von Gummibällen. Der Engländer Wingfield ließ sich 1874 seine Art von Tennis, das er "Sphairistike" nannte, patentieren und stellte Regeln auf.

    Das bis heute übliche Tennis entstand, mit neuen Regeln, bei den ersten Meisterschaften in Wimbledon (London) im Juli 1877. Es verbreitete sich auch rasch in Deutschland, hauptsächlich durch Kurgäste. Die ersten deutschen Meisterschaften fanden für Männer 1892 und für Frauen 1896 statt. Der Internationale Fachverband (ITF) wurde 1913 gegründet, ihm gehören 165 Landesverbände an.

    Sein olympisches Debüt gab Tennis bereits bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen 1896 mit Einzel und Doppel für Männer. Nach den Spielen von Paris 1924 wurde Tennis aus dem olympischen Programm gestrichen und kehrte in Seoul 1988 mit Einzel- und Doppelspielen für Frauen und Männer zurück.



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