Temperamalerei

    Aus WISSEN-digital.de


    Malerei mit Temperafarben, d.h. Farben, deren Bindemittel wässrige und ölige oder harzige Bindestoffe enthalten. Zu unterscheiden ist zwischen Gummi-, Ei-, Kasein-, Wachstemperamalerei und des Weiteren zwischen der gewöhnlichen Temperamalerlei mit stumpfer, gouacheartiger Oberfläche und "gefirnisster" Temperamalerei, die wegen ihrer satten Tiefenlichtwirkung vom Laien leicht mit Ölmalerei zu verwechseln ist. Die Übergänge sind nicht wie in der Ölmalerei weich und kaum merkbar zu vollziehen, sondern nur mithilfe kleiner Striche und Punkte. Gegenüber der Ölmalerei wirkt die Tempera härter. Die mittelalterlichen Tafelbilder sind in aller Regel in gefirnisster Temperamalerei ausgeführt. Seit dem 15. Jh. begann allmählich die Ölmalerei die Temperamalerei zu verdrängen. Die angestrebten Farbwirkungen der Hochrenaissance und des Barocks waren besser in Ölfarben zu erzielen. Die Ikonenmalerei bedient sich bis heute der Temperafarben, daneben werden sie als Plakat- und Schulfarben angeboten.

    Als Temperamalerei wird auch ein unter Verwendung von Temperafarben hergestelltes Gemälde bezeichnet.



    Film und Fernsehen

    Zehn aus fast 300 Fragen zu Film und Fernsehen warten auf Sie. Also: Füße hoch, Popcorn und los!
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 23. August

    1774 Uraufführung der Tragödie "Clavigo" von Johann Wolfgang von Goethe.
    1775 Der britische König erklärt alle Amerikaner, die nicht bedingungslos die Oberhoheit der Krone (und ihre Steuerforderungen) akzeptieren, zu Rebellen. Das Verdikt des Königs wird zum Signal für den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
    1866 Durch den Frieden von Wien gewinnt Preußen gegen Österreich die Führungsrolle in Deutschland.