Stuck

    Aus WISSEN-digital.de

    Masse aus Gips, Sand, Kalk und Wasser, die sich in feuchtem Zustand zunächst leicht formen lässt, aber dann schnell sehr hart wird.

    Geschichte

    Stuckarbeiten und Stuckplastik sind seit dem frühen Altertum in Ägypten, Kreta, Griechenland und im Orient (parthische Kunst) bekannt. Auch im Rom der Kaiserzeit wurden Stuckarbeiten (Wandreliefs) zu hohem Niveau geführt; die Perser statteten ihre Paläste (Ktesiphon) mit Ornamenten und Reliefs aus. Herausragende Stuckarbeiten entstanden von islamischen Baumeistern in der Alhambra in Granada. Mit Beginn der Renaissance erlebten die Stuckreliefs auch im Abendland eine neue Blüte (Loggien Raffaels im Vatikan, die die gesamte europäische Stuckkunst beeinflussten). Im Barock des 17. Jh.s dominierten die schweren, üppigen Formen des Stuck besonders in Innenräumen (weiße Putten, Trophäen, Fruchtgehänge), während das 18. Jh. flacher gearbeitete und farbige Stuckformen schätzte (Bandelwerk, Rocaille). Mit dem Aufkommen klassizistischer Formen wurden die Stuckarbeiten immer stärker verdrängt.



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