Strahlentherapie

    Aus WISSEN-digital.de

    Der Begriff Strahlentherapie verfasst verschiedene Heilverfahren, bei denen elektromagnetische Wellen angewendet werden.

    Man unterscheidet dabei die Strahlentherapie im engeren Sinn, bei der in Kombination mit chirurgischen und chemotherapeutischen Maßnahmen bösartige Tumore durch ionisierende Strahlung behandelt werden, von der Strahlentherapie im weiteren Sinn, bei der Infrarotstrahlung, sichtbares Licht u.a. verwendet werden.

    Strahlentherapie im engeren Sinn:

    Ziel der Strahlentherapie unter Anwendung ionisierender Strahlung ist die maximale Schädigung des Krebsgewebes bei gleichzeitiger größtmöglicher Schonung des gesunden Gewebes. Dazu muss das Geschwulst eine höhere Strahlungssensibilität als das gesunde aufweisen, wie dies bei schnell wachsenden Tumoren der Fall ist, oder die Strahlendosis muss durch geeignete Wahl der Strahlungsgeometrie erhöht werden: Man verwendet dazu verschiedene Strahlung unterschiedlicher Reichweite, Tiefe der Eindringung ins Gewebe und Qualität. Bei der Bewegungs- oder Pendelbestrahlung werden die von beweglichen Strahlungsquellen ausgesendeten Strahlenbündel so gerichtet, dass sie sich im Tumorgebiet treffen, so dass das umliegenden Gewebe verschont bleibt. Strahlungsarten sind die so genannte harte Röntgenstrahlung (Photonenstrahlung) und die Elektronenstrahlung.

    Strahlentherapien im weiteren Sinn:

    1. Hochfrequenzwärmetherapie: Anwendung von hochfrequenter, kurzwelliger Strahlung, die im Körper in Wärme umgewandelt wird. Damit wird eine Tiefenwirkung der Wärmebehandlung erreicht.

    2. Niederfrequenztherapie: Eine Reizstromtherapie mit niederfrequenten Impulsströmen, die schmerzlindernd und stark durchblutend, damit stoffwechselanregend auf verspannte bzw. abgebaute Muskeln wirkt.

    3. Infrarot- und Ultrarotstrahlen: Wärmebehandlungen tieferen Gewebsschichten.

    4. UV-Lichtbehandlung mit chemotherapeutischer Behandlung kombiniert zur Behandlung der Schuppenflechte, bei Rachitis, Vitaminmangel.



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 18. Oktober

    1414 König Siegmund garantiert dem Theologen Jan Hus, der die Rückkehr zur Armut der Urkirche fordert, freies Geleit für das Konstanzer Konzil. Trotzdem wird Hus in Konstanz als Ketzer verurteilt.
    1817 Auf der Wartburg treffen sich etwa 600 deutsche Studenten zum Gedenken an den Sieg in der Völkerschlacht bei Leipzig; das Wartburgfest wird zu einer Demonstration für Freiheit und Einheit.
    1938 Arabische Freischärler besetzen die Altstadt von Jerusalem, darunter auch die heiligen Stätten.