Spritzgießen

    Aus WISSEN-digital.de

    1. Metall- und Kunststoffverarbeitung: Verfahren zur Herstellung von Formteilen aus Metall (z.B. Messing, Aluminium) oder Kunststoff (Thermoplaste, Duroplaste und Elaste), das in einem einzigen Arbeitsgang vom umgeformten Rohstoff zum fertigen Gegenstand führt. Für das Spritzgießen eignen sich solche Kunststoffe in Granulatform, die bei ausreichender chemischer Stabilität durch Wärme so weit plastiziert werden können, dass sie sich mit Drücken von 10 bis 20 MPa durch enge Kanäle pressen lassen. Durch Spritzgießen lassen sich Teile aus Kunststoff mit einer Masse bis zu etwa 20 kg und Wanddicken bis zu 30 mm herstellen.
    2. Keramik: Formgebung unbildsamer Massen nach Zusatz von maximal 18 % Thermoplasten oder Wachsen durch Erwärmung in einer Mischschnecke und anschließendes Einspritzen in eine Form. Die Thermoplaste oder Wachse verleihen der Masse Fließfähigkeit und dem Rohling Festigkeit. Das Ausbrennen der organischen Stoffe während des Sinterns muss vorsichtig erfolgen. Anwendung des Spritzgießens erfolgt in der Oxidkeramik.



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